Feierliche Aufnahme der Fünftklässler an der Burgwaldschule in Frankenberg mit Musik und Tanz

Handschlag für jeden neuen Schüler

Frankenberg - Die Aufregung war einigen Kindern deutlich anzusehen - kein Wunder: Allein der neue Jahrgang fünf der Burgwaldschule zählt mehr Schüler als so manche ländliche Grundschule. Gestern haben 153 Jungen und Mädchen ihre Klassenkameraden und -lehrer kennengelernt.

Um den Handschlag des Rektors Helmut Klein kommt kein noch so nervöser Fünftklässler herum: Er begrüßt jeden einzelnen persönlich an der Realschule und schüttelt jedem der 153 Kinder die Hand. Es ist der Moment, in dem sie den Sitzplatz neben den Eltern verlassen und das neue Schuljahr wirklich beginnt: Vorn, vor den zahlreichen Stuhlreihen, treffen sie auf die neuen Klassenkameraden, scharen sich um den neuen Klassenlehrer, um bald darauf zusammen in den neuen Klassenraum zu gehen.

Nicht nur viele Kinder sind aufgeregt, auch so manchen Mamas und Papas ist anzusehen, dass die Wehmut packt - denn mit dem Übergang in die weiterführende Schule haben ihre Kinder einen weiteren großen Schritt gemacht.

Biologie und Schwimmen

Vorher aber kommen erst einmal Erinnerungen an die Grundschule auf: Denn am ersten Tag in der neuen Schule ist ebenfalls Zuhören angesagt. Schulleiter Helmut Klein heißt Kinder und Eltern willkommen und beschreibt, was die Schüler erwartet: von der großen Bedeutung, die das Lesen in der Burgwaldschule einnehme, über neue Fächer wie Erdkunde und Biologie bis hin zu Schwimmunterricht und Nachmittagsangeboten.

Der Schulleiter verspricht den Eltern, dass sich das Kollegium darum bemühen werde, die pädagogische Verantwortung für die Kinder zu erfüllen. Er bittet darum, Anregungen, Anmerkungen und konstruktive Kritik zu äußern. Auch für die Schüler gibt es vor Ort Ansprechpartner bei Problemen.

Für den Fall, dass es mal Ärger - zum Beispiel mit einem der knapp 750 anderen, älteren Burgwaldschüler - gibt, nennt Klein den Verbindungslehrer Timo Holland-Jopp und die Schülervertretung als Ansprechpartner. Sie stellen sich auch selbst vor. Holland-Jopp ruft die Schüler auf, sich bei Schwierigkeiten zu melden: „Traut euch. Man kann nicht immer alles alleine lösen“, sagt er. Als stellvertretender Schülersprecher lädt Kay Imhof die Jungen und Mädchen ein, sich über die Schülervertretung zu informieren oder ihr beizutreten.

Johanna Schäfer stellt sich als Beratungslehrerin für Gewalt- und Suchtprävention vor. Für den Schulelternbeirat spricht Rainard Dröge. Er zeigt sich davon überzeugt, dass die Burgwaldschule eine gute Realschule ist. „Vieles wird anders, neu und ungewohnt sein“, sagt er. „Aber ihr werdet euch schnell daran gewöhnen.“ Auch der Elternbeirat kann bei Problemen angesprochen werden, empfiehlt er den Eltern. „Wir kümmern uns dann schon.“ Er wünscht den Müttern und Vätern, dass sie jeden Mittag zufriedene Kinder nach Hause bekommen.

Dann werden die Klassen eingeteilt: 153 Jungen und Mädchen scharen sich um Horst Prenzer (5a), Kathrin Neumann (5b), Dominic Zissel (5c), Thomas Hentschel (5d) und Jens Freitag (5e), um ihnen in ihre Klassenräume zu folgen. Doch der Unterricht für die neuen Realschüler beginnt erst in der nächsten Woche. Zuerst lernen die neuen Fünftklässler die neue Schule kennen: Wo sind die Turnhallen, wo die Toiletten? Wo finden sie Schulsekretärin und Hausmeister? Wo geht es auf schnellstem Weg zur Bushaltestelle? Wer unterrichtet sie künftig?

Das Programm zur Aufnahme der Fünftklässler umrahmte die Schulband unter Leitung von Jörg Bomhardt mit einigen Stücken. Außerdem zeigte eine Zumba-Tanzgruppe unter Leitung von Dorothee Happel zwei Tänze.

Von Andrea Pauly

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