Hans-Viessmann-Schule verabschiedet Fachabiturienten

- Frankenberg (jos). Mit einer feierlichen Zeugnisübergabe verabschiedete die Hans-Viessmann-Schule am Donnerstag ihre insgesamt 119 Fachabiturienten aus sieben Klassen.

In den Bereichen Technik sowie Wirtschaft und Verwaltung hatten die jungen Leute zuletzt auch die mündliche Abschlussprüfung hinter sich gebracht. Im Rahmen einer Feierstunde erhielten die Absolventen ihre Zeugnisse. Die Klassen- und Fachlehrer lobten das Engagement und die Leistungen der Schüler. Als Vertreter der Schulleitung lobte Bernd Koch die Absolventen für ihre Leistungen. „Ihr habt allen Grund, stolz auf euch zu sein“, sagte der Pädagoge. In die Freude über die bestandenen Prüfungen wolle er auch die Eltern mit einschließen. „Ihr werdet diejenigen sein, die diese Gesellschaft tragen und formen“, rief Koch den Fachabiturienten zu. Er hoffe, dass die jungen Männer und Frauen die Hans-Viessmann-Schule immer in guter Erinnerung behalten. „Prinzip des Forderns“ Koch forderte in seiner Rede, dass das „Prinzip des Forderns“ wieder stärker in das Bewusstsein der Menschen rücken sollte. Im Sport sei es für viele völlig selbstverständlich, bis an die Leistungsgrenze zu gehen. Im schulischen Bereich hingegen würden Anforderungen häufig als negativ und stressig angesehen. Die Folge sei nicht selten die Leistungsverweigerung von Schülern. „Und uns Lehrern bleibt dann nur noch das Notensystem von eins bis sechs ...“ Die erfolgreichen Absolventen hätten die Herausforderung allerdings angenommen – und wurden dafür nun mit der Aushändigung ihrer Zeugnisse belohnt. Der Lehrer Frank Emmerich ging in seiner Rede auf die Geschehnisse ein, die während der Fachoberschulzeit der Absolventen die Welt geprägt haben. Dabei blickte der Pädagoge unter anderem zurück auf die internationale Finanzkrise und stellte Bezüge zum Unterricht her. Die Zeugnisse erhielten die Schüler schließlich aus den Händen ihrer Klassenlehrer, die vielfach ebenfalls einige „warme Worte“ an ihre (jetzt Ex-)Schüler richteten. Auch die Schüler bedankten sich vielfach – mal mit Blumen, mal mit anderen kleinen Geschenken. Hervorragende Leistungen zeigte Dennis Schäfer (Klasse 12 FOBT) als bester Fachoberschüler seines Jahrgangs mit einem Notendurchschnitt von 1,1. Weitere Klassenbeste sind Philip-Jerome Müller mit 1,3 (Klasse 12F OCW), Stefanie Kreisel mit 1,5 (12 FOAW), Maren Morschhäuser mit 1,5 (12 FOBW), Vanessa Hackstein mit 1,6 (12 FOEB) und Patrick Maurer mit 2,0 (12 FOM). Ausgelassen und erleichtert zeigten sich die Prüflinge nach den Anstrengungen der Prüfungsvorbereitung. Zusätzlich zum Prüfungsstress hatten sie zum Teil mit den hohen Temperaturen zu kämpfen. Wenngleich auch „Public Viewing“ und Schwimmbad oder Badesee lockten, wurde tapfer „gebüffelt“. Studium oder Ausbildung Einige Fachoberschüler freuen sich besonders, da es ihnen gelungen ist, die Prüfungen trotz krankheitsbedingter Handicaps zu meistern. Ein beachtlicher Teil der Schüler plant, ein Fachhochschulstudium aufzunehmen. Andere freuen sich darauf, eine Berufsausbildung anzuschließen. Ein oder zwei Jahre FOS An der Hans-Viessmann-Schule findet der Unterricht entweder in der zwei- oder der einjährigen Schulform statt. Für den Besuch der zweijährigen Fachoberschule (Form A) ist die mittlere Reife Zugangsvoraussetzung. Die Klasse 11 dieser Schulform ist mit einem Praktikum verbunden. Wenn Schüler sowohl einen mittleren Schulabschluss als auch eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem einschlägig anerkannten Ausbildungsberuf haben, sind die Voraussetzungen für den Besuch der einjährigen Fachoberschule (Form B) erfüllt. Der Besuch der Fachoberschule mit den Schwerpunkten Wirtschaft und Verwaltung, Bautechnik, Maschinenbau oder Elektrotechnik ermöglicht den Schülern eine wertgeschätzte Qualifizierung. Es bieten sich auch im Frankenberger Wirtschaftsraum mit seiner Vielzahl an kaufmännisch oder technisch ausgerichteten Betrieben vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten.Zudem kann eine Fachhochschulausbildung als Karriere-Sprungbrett angeschlossen werden: Der erfolgreiche Abschluss der Fachoberschule berechtigt zum Studium an einer Fachhochschule.

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