Frankenberg

Hansen stellt Wahlziele vor

- Frankenberg (r). Kaum haben CDU und Grüne ihren Kandidaten nominiert, stellt Hansen seine „Wahlziele“ vor.

„Vertrauen ist die Grundvoraussetzung für den gemeinsamen Erfolg.“ So hat der unabhängige Kandidat für die Bürgermeisterwahl, Nicolas Hansen, die Eckpunkte seines Programms überschrieben, das er gestern vorgelegt hat.

Der Bürgermeister habe „einen Gestaltungsauftrag im Sinne aller Menschen, die in Frankenberg leben“, beschreibt Hansen. Dies seien vorrangig Familien, zu denen alle Generationen, Einheimische wie Zugezogene gehörten. „Als vierfacher Familienvater gibt es daher für mich kein spannenderes und vor allen Dingen nachhaltigeres Projekt als die ‚Familienstadt mit Zukunft‘.“

Er wirbt für sich: „Die vor uns liegenden politischen Herausforderungen erfordern ein hohes Maß an Integrität, Disziplin und Umsetzungsstärke“, urteilt er. Diese Eigenschaften habe er sich „in zahlreichen Großprojekten zu eigen gemacht“, erklärt der Telekom-Manager. „Und nun brenne ich darauf, für Frankenberg anzupacken“ und die wichtigen Themen „mit allen Beteiligten zum Erfolg zu führen“. Erforderlich sei „eine moderne und von neuen Ideen inspirierte Politik“, ein „weiter so“ reiche nicht mehr aus.

„Dies erfordert Mut, Vertrauen und einen frischen Wind, der nach meiner festen Überzeugung nur mit einem parteilosen Kandidaten durchs Rathaus wehen wird“, hebt Hansen erneut hervor. Als Bürgermeister wolle er sich an der Umsetzung „konkreter Ziele messen lassen“. Er nennt drei Punkte:

  1. Schuldenabbau. Der Abbau der Schuldenlast Frankenbergs gehöre an die erste Stelle, erklärt Hansen. Liquidität sei „der beste Schutz in Krisenzeiten und ein Garant für die Handlungsfähigkeit unserer Stadt“. Er fordert „eine sichtbare Trendwende in der Schuldenpolitik“ und verspricht, bereits in den Haushalt für 2013 „rückläufige Zahlen“ zu schreiben, „um den nunmehr auf mehr als 50 Millionen Euro gewachsenen Schuldenberg abzubauen“, wobei er hinzufügt: „Ein Kaputtsparen kommt dabei nicht infrage.“
  1. Die „Familienstadt mit Zukunft“ bilde die zweite große Herausforderung. Die Gelder des Landes müssten „zweckgebunden“ verwendet werden, fordert Hansen. Mit einem für alle einsehbaren „Familienstadt-Report“ wolle er ab dem nächsten Jahr transparent machen, dass das Geld auch ausschließlich für Familien und vor allem für neue familienpolitische Projekte ausgegeben werde. „Mit neuen Ideen werden wir Frankenberg für Familien noch attraktiver machen“, formuliert Hansen.
  1. Schneller Internet-Zugang. Zu einem funktionierenden Wirtschaftsstandort gehöre eine ordentliche DSL-Versorgung, urteilt Hansen. Funk-Verbindungen, wie für manche Stadtteile diskutiert, seien nur für einen Übergang denkbar, sie dürften keine Dauerlösung darstellen, mahnt er. Hansen sprach sich für die Einrichtung „einer Highspeed-Datenautobahn“ in Frankenberg aus, die DSL-Anschlüsse müssten eine Geschwindigkeiten von mindestens 50 Mega-Bit pro Sekunde haben. Zahlreiche vergleichbare Städte hätten einen solchen Ausbau bereits realisiert. „Das schafft Frankenberg auch.“

Das „vollständige Wahlprogramm“ will Hansen Ende dieses Jahres vorstellen. Für ihn bilde „die Kernstadt den Kern des Handelns“, die Stadtteile würden künftig stärker städtebaulich und kulturell berücksichtigt. Eine herausragende Rolle spiele das Thema Bürgernähe, Hansen fordert, in erster Linie nachvollziehbare politische Entscheidungen zu treffen. Er werbe bei allen um das Vertrauen für die Bürgermeisterwahl im nächsten Jahr, getreu seinem Motto: „Vertrauen ist die Grundvoraussetzung für den gemeinsamen Erfolg.“

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