Am Rande bemerkt

Harte Nuss für Schützen

- Bundesweit ist in Schützenvereinen die Diskussion zugange, ob künftig auch schwule Schützenkönigspaare akzeptiert werden sollen oder ob am herkömmlichen Ritus fest gehalten wird.

Schützenvereine verstehen sich als Traditionsvereine mit sportlicher Attitüde. Im Frankenberger Land gibt es das Schützenwesen erst seit etwa 60 Jahren. Die "Korbacher Schützengilde 1377" hingegen existiert bereits seit 635 Jahre und zählt heute über 1000 Mitglieder.

Der Ursprung liegt Mittelalter, als "Schützenbruderschaften" Haus und Hof gegen kriegerische Überfälle zu verteidigen hatten. Als dies dann bezahlten Söldnern übernahmen, widmeten sich die Bruderschaften fortan der Traditionspflege, dem Schießsport und bis heute den jährlichen Festivitäten. Damit waren die Schützenfeste geboren: Der Treffsicherste wird Schützenkönig, der sich eine Königin auswählen darf.

Lassen sich derartige Traditionen aufweichen? Wird es künftig auch zwei Männer oder zwei Frauen als Königspaar geben? Eine harte Nuss, die seriös ohne Diffamierung und Häme geknackt werden sollte.

Spruch des Tages: "Der Faden ist aller Knäuel Anfang". (aus Deutschland)

Schönen Tag noch, Euer

Mones

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