Vier heimische und auswärtige Bands rocken beim Festival „Golden Creek“ in Röddenau das Publikum

Harte Töne bis massentauglicher Rock

Frankenberg-Röddenau - Etwa 300 Besucher tanzten und feierten am Freitag bis spät in die laue Sommernacht zu deftiger Rockmusik.

Am Freitag gab es ganz schön was auf die Ohren: Vier Bands rockten die „Golden Creek Stage“ und ließen dabei keine musikalischen Wünsche offen: Von Deutschpunk bis hin zu Indie-Rock reichte die musikalische Bandbreite.Tanzen gegen die Hitze oder einfach mal so richtig abrocken – das ließen sich die Besucher beim „Golden Creek Festival“ nicht zweimal sagen. Dieses Jahr ist das Festival erstmals an den Festplatz an die Eder umgezogen, da musste das neue Gelände erst einmal „eingeweiht“ und auf seine Feiertauglichkeit getestet werden. „Jetzt hat es hier im Grünen auch mehr Festivalcharakter“, sagte Sebastian Hirt von der „Golden Creek Crew“ zufrieden. „Und wem die kalten Getränke bei den Temperaturen nicht ausreichen, kann ja mal eben in die Eder springen“, fügte er hinzu.

So weit musste es nicht kommen, denn die Auswahl verschiedener Rockstile – vom harten bis zum massentauglichen Rock – hielt für jeden das Passende parat und das Partyvolk in Atem. „Wir haben dieses Jahr ein breites Spektrum an Musik“, sagte Hirt. „So ist für jeden etwas dabei.“ Den Anfang machte die heimische Band „Cactas“, die neben eigenen Songs auch mit Coverversionen von den „Ärzten“ oder den „Toten Hosen“ überzeugte. Ihr Repertoire reichte von ruhigen Balladen bis hin zur handfesten Rockmusik. Mit dieser Mischung bereitete sie das Publikum optimal auf die Musik der etwas härteren Gangart von „Folxpunk“ vor. Diese Frankenberger Band hatte mit ihren eingängigen Songs im Stil der „Ärzte“, „Misfits“ und den „Toten Hosen“ die Besucher vom ersten Akkord an auf ihrer Seite und konnte auch die ersten Besucher dazu animieren, vor der Bühne zu den antreibenden Rhythmen zu tanzen – das Eis war gebrochen. Spätestens ab der nächsten Band „Hello Gravity“ gab es für die Festival-Besucher aber kein Halten mehr. Für die Bayern war Röddenau die letzte Station in Deutschland, bevor sie zu ihrer Tournee in die USA starteten. Aber zuvor heizten sie an der Eder noch einmal mächtig ein. Sie präsentierten einen tanzbaren Indie-Song nach dem anderen und ließen das Publikum kaum zu Atem kommen. Die Idee zum eigenen Mini-Festival war den Röddenauer Jungs von der „Golden Creek Crew“ vor vier Jahren gekommen. Nachdem nach und nach die kleineren Festivals im Umkreis wegfielen, wollten sie etwas gegen die musikalische Flaute tun. „Dann muss man halt selber etwas auf die Beine stellen“, erklärt Jens Bornscheuer. Und das mit Erfolg, denn das Mini-Festival ging am Freitag bereits in die vierte Runde – und wieder mit Beteiligung lokaler Gruppen. „Wir versuchen immer, auch einheimischen Bands die Möglichkeit zu geben, bei uns aufzutreten.“ Den Abschluss des musikalischen Abends bildete der Gig von „Goldmouth“. Die Jungs ließen nichts anbrennen, und zusehends füllte sich der Platz vor der Bühne mit tanzenden Besuchern. Die Gewinner des bundesweiten „Schooljam Contest 2013“ sehen ihre musikalischen Wurzeln eindeutig in den 1970ern. Im März dieses Jahres haben sie ihre erste Platte aufgenommen.Viele der Titel präsentierten sie am Freitagabend einem rockenden, schwitzenden und tanzenden Publikum, das bis in die laue Sommernacht hinein feierte und sich im Takt der Musik bewegte.

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