Unter Regie von Peter Höhl zeigt die „Komödie Frankenberg“ am Samstag das Stück „Mein Freund Harvey“

Der Hase treibt sie in die Verzweiflung

Frankenberg - Ostern ist in knapp vier Wochen, die Komödie Frankenberg lenkt den Fokus schon am Wochenende auf einen Hasen. Am Samstag feiert die Gruppe um Regisseur Peter Höhl in der Aula der Ortenbergschule Premiere mit „Mein Freund Harvey“ von Mary Chase.

Das Stück „Mein Freund Harvey“ ist eine Komödie in drei Akten von Mary Chase. Sie wurde am 1. November 1944 im 48th Street Theatre in New York uraufgeführt. Das Schauspiel lief mehr als fünf Jahre am Broadway. Es wurde insgesamt 1775 Mal gespielt. 1945 wurde „Mein Freund Harvey“ mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet.

Fünf Jahre später wurde die Komödie im Renaissance-Theater in Berlin auf eine deutsche Bühne gebracht. Die Übersetzung stammt von Alfred Polger. Berühmtheit erlangte die Komödie durch Henry Kosters Verfilmung von 1950 mit James Stewart in der Hauptrolle. 1970 schlüpfte Heinz Rühmann bei einer Verfilmung von Kurt Wilhelm in die Rolle des liebenswerten, schrulligen Elwood P. Dowd, der Hauptfigur der Komödie.

Das Stück spielt in den 50er-Jahren. Elwood P. Dowd ist ein Gentleman erster Klasse. Immer höflich, immer freundlich. Er lebt unter einem Dach mit seiner verwitweten Schwester Veta Louise Simmons und deren Tochter Myrtle Mae. So weit, so gut, wenn Elwood nicht ein ungewöhnliches Problem hätte, was er jedoch nicht als Problem wahrnimmt. Elwood ist fest davon überzeugt, dass er mit Harvey zusammenlebt, einem etwa zwei Meter großen, weißen, unsichtbaren Hasen. Veta Louise und Myrtle Mae verzweifeln zunehmend an der Wahnvorstellung, denn es geschehen seltsame Dinge im Haus.

Die beiden Frauen sehen keinen anderen Ausweg, als Elwood in die Psychiatrie einweisen zu lassen. Die Situation setzt Veta Louise aber dermaßen zu, dass sie im Sanatorium den Eindruck erweckt, selber dringend therapeutische Hilfe zu benötigen – und nicht ihr Bruder Elwood. Das Chaos nimmt seinen Lauf, denn allmählich sehen alle Beteiligten den zwei Meter großen und weißen Hasen. Bis auf Elwood kommt schließlich niemand mehr mit der imaginieren Welt klar.Aufführungstermine sind Samstag, 10., Sonntag, 11., Freitag, 16., Samstag, 17., und Sonntag, 18. März, jeweils um 19.30 Uhr. Karten zum Preis von neun und fünf Euro gibt es bei Foto Hörl und in der Buchhandlung Jacobi in der Fußgängerzone, im Edeka-Markt Wiskemann in Geismar und bei der Frankenberger Zeitung, außerdem an der Abendkasse.

Die Darsteller der „Komödie Frankenberg“ im Überblick: Elwood P. Dowd wird von Holger Kraus gespielt, Sabine Eckel schlüpft in die Rolle von Veta Louise Simmons, Rebekka Jilg tritt als Tochter Myrtle Mae auf. Nadine Oberender spielt Miss Gaffney, die Anwältin der Familie Dowd. In den weiteren Rollen: Harald Hörl als Chefarzt Dr. William R. Chumley, Gabriele Heinz als seine Frau Mrs. Chumley, Karlheinz Balz als Psychiater Dr. Lyman Sanderson, Conny Buß als Ruth Kelly, Oberschwester in Dr. Chumleys Sanatorium, Harald Rudolph als Marvin Wilson, Angestellter des Sanatoriums, Renate Göbel als Mrs. Ethel Chauvenet, Dirk Schäfer als Taxi-Chauffeur E.J. Lofgreen und Julia Balz als Hausmädchen Marie. Regie führt Peter Höhl.

Von Rouven Raatz

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