Ehrung für Karl-Hermann Völker

Du hast besondere Verdienste erworben"

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Bürgermeister Lothar Koch überreichte Karl-Hermann Völker die Ehrenmedaille der Gemeinde Burgwald. Fotos: Jürgen Siegesmund

Frankenberg - Mit hohen Ehrungen würdigten Gäste des Empfangs das ehrenamtliche Wirken Völkers.

Etwas verwundert war der Vorsitzende des Geschichtsvereins ja schon, als er die Besucher am Freitag Nachmittag in den Sitzungssaal des Landratsamtes strömen sah, unter ihnen der Landrat, zwei Bürgermeister, die Dekanin, Pfarrer, Geschichtsfreunde aus Kassel. „Was ist denn hier los“, murmelte Karl-Hermann Völker. Hatte der Marburger Archivar Armin Sieburg mit seinem Vortrag über den Ersten Weltkrieg eine solch illustre Gästeschar zusammengeführt?

Noch wusste er nicht, dass es noch einen weiteren Grund gab: Nachträglich zu seinem 70. Geburtstag hatte die Vizevorsitzende Ruth Piro-Klein einen Empfang für Völker organisiert und zahlreiche Geschichtsfreunde und Weggefährten aus Politik und Kirche eingeladen - alles streng geheim, denn Glückwünsche wollte der selbsternannte „Geburtstagsflüchter“ eigentlich erst zu seinem 80. entgegen nehmen. Nach der Jahreshauptversammlung ließ sie die „Bombe“ platzen: Die Überraschung war ihr gelungen.

Es sei eine „glückliche Fügung“ gewesen, dass Völkers Vater Anfang der 1950er Jahre die Pfarrstelle in Viermünden übernommen habe, sagte Landrat Dr. Reinhard Kubat. So zog die Familie von Hofgeismar ins Frankenberger Land.

Der Burgwalder Bürgermeister Lothar Koch stellte besonders die 17-jährige Tätigkeit Völkers als Wiesenfelder Ortsvorsteher heraus, er sei „ein Motor für die Entwicklung des Ortsteiles“ gewesen, der Zusammenhalt in seiner Wahlheimat sei ihm stets wichtig gewesen.

„Bleiben Sie so, wie wir Sie kennen“, wünschte der Frankenberger Bürgermeister Rüdiger Heß. Völker habe stets die regionale Geschichte vermitteln wollen, gerade an Jugendliche. Er überreichte ihm eine Straßenkarte der Stadt aus dem 19. Jahrhundert.

Dekanin Petra Hegmann freute sich über die „unkomplizierte Zusammenarbeit“ mit Völker, der sich beim Jubiläum der Liebfrauenkirche oder im Elisabeth-Jahr engagiert oder Vorträge über die Rolle der Pfarrer im „Dritten Reich“ organisiert habe. Sie würdige die journalistischen Arbeiten Völkers, der auch langjähriger Autor des Frankenberger Heimatkalenders und der FZ ist. „Sie machen Geschichte lebendig, das wissen wir zu schätzen“, sagte sie.

Eine außergewöhnliche Auszeichnung brachte der Vorsitzende des Kasseler Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, Dr. Dirk Richhardt, mit: Er ernannte Völker zum Ehrenmitglied, nur sechs Träger dieses Titels hat der Gesamtverein.

Mehr über die Ehrung von Karl-Hermann Völker lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung.

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