Hatzfeld

Hatzfeld schafft Platz für 30 Kleinkinder

- Hatzfeld. Fast fertig ist der Anbau an den Hatzfelder Kindergarten. Er ermöglicht die Aufnahme von bis zu 30 Kleinkindern unter drei Jahren. Die Stadt ist damit Vorreiter in der Region.

Als erste Kommune im Kreis habe die Stadt im vergangenen Jahr Zuschüsse beantragt, berichtete Bürgermeister Uwe Ermisch (SPD) gegenüber der FZ. Die Stadt hatte zunächst über eine Fragebogenaktion den Bedarf ermitteln lassen. Der Kindergarten wird von einem Trägerverein geführt, dessen Vorsitzender der Bürgermeister ist. Schon im Herbst 2008 wurde die Baugrube ausgehoben, dann verzögerte der harte Winter die Arbeiten. Im Frühjahr wurde die Bodenplatte gegossen. Jetzt steht der massive Bau kurz vor der Vollendung. Voraussichtlich am 1. September ziehen die ersten Kleinkinder ein. Sechs Anmeldungen liegen laut Ermisch bislang vor. Eingerichtet werden maximal zwei Gruppen mit je bis zu 15 Kindern. Der Vorteil des Anbaus mit einer Nutzfläche von 180 Quadratmetern liegt nach Angaben des Bürgermeisters darin, dass der Anbau zwar mit eigenen Toiletten, eigener Küche, den Gruppenräumen und zwei Ruheräumen wie ein eigener Kindergarten genutzt werden kann, trotzdem aber an die bestehende Tagesstätte angeschlossen ist. Die großen Fenster der neuen Gruppenräume zeigen nach Süden und sorgen so für Helligkeit beim Spielen. Der „alte“, 1996 eröffnete Kindergarten und der so genannte U3-Bereich besitzen einen gemeinsamen Eingang und fungieren als eine Einrichtung. Die Kosten betragen 525 000 Euro – Geld, das die Stadt aber nicht belastet. 90 Prozent zahlt der Bund, die restlichen zehn Prozent übernimmt der Kreis. Dabei handelt es sich um ein Förderprogramm, um ausreichend Krippenplätze für Kleinkinder bereitzustellen. Ziel ist, dass bis zum Jahr 2013 für 35 Prozent der unter Dreijährigen Plätze zur Verfügung stehen. Am Bau beteiligt waren ausschließlich Firmen aus der Region. Derzeit laufen die Innenarbeiten. Das Haus erfülle den Niedrigenergiehaus-Standard, sagte Uwe Ermisch. Der Anbau soll durch einen farbigen Außenanstrich vom eigentlichen Kindergarten abgehoben werden. Der gesamte Gebäudekomplex ist behindertengerecht und ohne Stufen erreichbar. Im Kindergarten werden ab August 81 Kinder in vier Gruppen betreut, hinzu kommen die sechs „U3“-Kinder. Weil die Tagesstätte in Holzhausen geschlossen wurde, werden die kleinen Holzhäuser und Eifaer wie bereits die Kinder aus Reddighausen mit dem Bus nach Hatzfeld gebracht. „Der Hatzfelder Kindergarten dürfte der größte in der Region sein“, sagte Bürgermeister Ermisch. Täglich werden bis zu 65 Mittagessen in der Küche der Tagesstätte gekocht. Kinder zwischen neun Monaten und zehn Jahren können betreut werden, berichtete Ermisch. „Die Hortgruppe und Schulkinderbetreuung gibt es ja schon länger.“ Die Tagesstätte arbeitet dabei mit der benachbarten Grundschule zusammen. Laut Ermisch ist es ein Vorteil, dass Schule, Kindergarten, Turnhalle und ein großer Spielplatz in direkter Nachbarschaft angesiedelt sind. „Das hat sich bewährt.“ Insgesamt sind 15 Erzieherinnen sowie das Küchenpersonal in der Tagesstätte beschäftigt. Eventuell wird im Herbst eine weitere Betreuerin eingestellt – eventuell eine der Erzieherinnen, die durch die Schließung in Holzhausen ihren Arbeitsplatz verloren haben. „Wir prüfen das“, erklärte der Verwaltungschef.

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