Hatzfelder Museum ist museumsreif - dieses Jahr erst sechs Besucher

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Machen sich Sorgen um das Museum „Ammes-Haus“ in Hatzfeld: (von links) Bürgermeister Dirk Junker, Museumsbetreuer Manfred Kiesant und Bauamtsleiter Axel Marburg vor dem Gebäude im Mittelweg, das 1769 gebaut wurde und saniert werden müsste.

Hatzfeld. Das Hatzfelder Museum „Ammes Haus“ ist in einem schlechten Zustand und wird kaum besucht. Mit diesen Problemen beschäftigt sich seit einigen Wochen der Magistrat.

„Das komplette Gebäude müsste saniert werden, die Kosten sind aber noch nicht absehbar, und wegen der aktuellen Haushaltslage sind Investitionen in das Haus als prekär einzuschätzen“, sagte Bürgermeister Dirk Junker auf Nachfrage der HNA.

Der Magistrat hat nun zunächst einmal beim Verein für Burg- und Heimatgeschichte in Hatzfeld nachgefragt, ob er die Stadt bei der Betreuung des Museums unterstützen würde. „Wir warten nun erstmal ab, wie sich der Verein entscheidet“, sagte Junker. Nach den Vorstellungen des Bürgermeisters könnte der Verein das Museum unterhalten und inhaltlich betreuen.

Wegen des hohen Sanierungsbedarfs des Gebäudes im Mittelweg unterhalb der Kirche wurde im Magistrat aber auch überlegt, ob es für das Museum ein alternatives städtisches Gebäude geben könnte. Ein Ergebnis darüber gibt es derzeit noch nicht. Laut Manfred Kiesant sind die Besucherzahlen seit 2008 stark rückläufig. In den vergangenen fünf Jahren seien im Schnitt nur 18,6 Besucher pro Jahr ins Museum gekommen. Im Jahr 2013 waren es bis Juli gerade einmal sechs Besucher. (jpa)

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Quelle: HNA

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