Ursula Czekala hat Konzept entwickelt

Hatzfelder planen einen Generationentreff

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Ursula Czekala hat das Konzept für einen Mehrgenerationentreff in Hatzfeld erarbeitet. Der Name: „Kaffee Eintopf“. Wenn die Fördermittel bewilligt werden, könnten die Pläne schon im nächsten Jahr verwirklicht werden.Foto: Mark Adel

Hatzfeld - Mit ehrenamtlichem Engagement etwas bewirken, ist das Ziel von Ursula Czekala. Die Holzhäuserin hat ein Konzept für eine Mehrgenerationen-Begegnungsstätte entwickelt, die sich an alle Bürger aus Hatzfeld und den Stadtteilen richten soll. Der Name: "Kaffee Eintopf".

Entstanden ist die Idee im „Projekt Zukunftsicherung“, das Bürgermeister Dirk Junker im vergangenen Jahr initiiert hatte. Das Ziel: Die Bürger sollen mit Eigenengagement etwas bewegen. Daraus entstanden sind unter anderem Aktionen wie die Ortsverschönerungen. Ursula Czekala gehört der Projektgruppe „Soziale Infrastruktur/Gesundheit/Kita/Bildung/Bürgerschaftliches Engagement“ an und hat dafür das Konzept des „Kaffee Eintopf“ erarbeitet.

Die Idee wurde im Zukunftswettbewerb der Region Burgwald/Ederbergland mit dem zweiten Platz ausgezeichnet und hat damit beste Chancen auf eine Förderung mit europäischen Leader-Mitteln. Noch unklar ist allerdings, ob die Stadt ihren Anteil tragen kann: Wegen des Schutzschirms sind freiwillige Leistungen derzeit tabu.

Der Treff soll ein Ort der Begegnung sein mit offenem Café und auch als Kursort und Beratungsstelle dienen. Unterstützung pflegebedüftiger Angehöriger, Lesepaten, Leihgroßeltern, Hausaufgabenbetreuung, Vermittlung von Dienstleistungen wie Putzen oder Fahrdiensten sind einige der Ideen, die Czekala mit dem „Kaffee Eintopf“ umsetzen möchte. Ursula Czekala schätzt die Kosten für die Einrichtung des Bürgertreffs auf 11.000 Euro, etwa ein Drittel müsste die Stadt finanzieren. Dass das Angebot „Kaffee Eintopf“ heißen soll, stand schon länger fest: „Den Namen wusste ich schon, bevor ich das Konzept erstellt hatte.“ „Eintopf“ soll ausdrücken, dass der Treffpunkt für alle Bürger aus Hatzfeld und den Ortsteilen gedacht ist.

Anfangs soll der Treff einmal wöchentlich von 11 bis 17 Uhr geöffnet sein. Mittags soll ein Eintopf angeboten werden. Wöchentlich wechselnde Vorträge sind ebenso geplant. Ihr Konzept sieht vor, dass die seit Jahren leer stehende Gaststätte im Hatzfelder Bürgerhaus genutzt wird. Inzwischen sind auch Alternativen im Gespräch. Der Grund: „Vielleicht findet sich ja doch noch mal ein Pächter, und dann stehen wir da.“

Solche Details sollen bis zum Antrag auf Förderung im Januar geklärt werden. Unklar ist bislang auch, wie die laufenden Kosten finanziert werden. Vorgesehen ist bislang eine Öffnung einmal wöchentlich. Dann soll der Bürgertreff von ehrenamtlichen Helfern betreut werden. „Das ehrenamtliche Engagement der Bürger ist die größte Säule, die die Begegnungsstätte trägt.“

Ursula Czekala kann sich aber auch den Einsatz geringfügig Beschäftigter vorstellen. Bürger könnten mit dem ebenfalls geplanten Bürgerbus gebracht werden – dazu gab es im Hatzfelder Boten eine Befragung. Weitere Projekte hat die Wahl-Holzhäuserin bereits in Planung: beispielsweise einen Kalender und die Einrichtung eines Seniorenbeirats. (da)

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