Hatzfeld: Land hat Zuschuss von 645 000 Euro bewilligt

Hatzfelder Radweg wird weiter gebaut

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- Hatzfeld (da). Bürgermeister Uwe Ermisch will den Ederradweg noch in seiner Amtszeit eröffnen. Voraussichtlich ab Herbst 2012 ist die letzte Lücke zwischen Holzhausen und Dodenau geschlossen.

Am Montag lag der Bewilligungsbescheid im Briefkasten des Rathauses, gestern teilte die Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg die frohe Botschaft mit: 645 200 Euro kommen aus Wiesbaden. Geld, das eigentlich schon längst in der Burgstadt sein sollte: Der erste Abschnitt des Radwegs von Beddelhausen nach Holzhausen war schon im vergangenen Jahr fertiggestellt worden.

Der zweite Bauabschnitt kostet 937 000 Euro. Jetzt steht fest: Die Stadt kann weiterbauen. Neben dem Landeszuschuss zahlt der Kreis eine zehnprozentige Förderung. Der Ederradweg führt von der Quelle bis zur Mündung, das Teilstück im Hatzfelder Stadtgebiet führt durch besonders reizvolle Landschaft. Zwischen Holzhausen und Dodenau – dem noch ausstehenden Teil – führt der Weg unter anderem über zwei Ederbrücken und durch einen Eisenbahntunnel. Hatzfelds Bürgermeister Uwe Ermisch (SPD) zeigte sich zufrieden, dass der Bau weiter geht. Im Januar sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden. Im Februar wird die Bahntrasse gerodet, dann werden der Radweg asphaltiert, Brücken gebaut und Licht in den Eisenbahntunnel zwischen Dodenau und Reddighausen gelegt

Ab dem Holzhäuser Bahnhof verläuft der Radweg auf der Eisenbahntrasse und führt über die zwei alten Eisenbahnbrücken Richtung „Reddighäuser Hammer“. Dort führt er zunächst auf einem Feldweg, dann auf dem so genannten „Hammerweg“ durch Reddighausen zurück auf die Bahntrasse. Durch den Tunnel stößt der neue Weg bei Dodenau auf die bestehende Strecke.

Uwe Ermisch erläuterte gegenüber der FZ, dass vor allem der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhard Kahl sich stark für die Förderung des Radwegs eingesetzt habe. Der Rathauschef rechnet damit, dass der Bau zügig vorangeht: „Ich möchte das im Herbst noch einweihen.“Nach der Fertigstellung soll der Radweg mit Hinweisschildern und Informationstafeln versehen werden, die auf Natur und geschichtlich bedeutsame Orte hinweisen. Drei Rastplätze bei Hatzfeld, Holzhausen und Reddighausen sind ebenfalls geplant. Das erste Teilstück sei in diesem Jahr schon sehr gut angenommen worden, berichtete Ermisch.

Der Ederauenradweg mit 186 km von der Quelle bei Lützel im Rothaargebirge bis zur Mündung bei Edermünde im Schwalm-Ederkreis kann bequem in 3 bis 4 Tagen befahren werden.

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