Bürgermeister Uwe Ermisch packt seine Sachen

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Bürgermeister Uwe Ermisch packt seine Sachen

Hatzfeld. Hatzfelds Bürgermeister Uwe Ermisch geht am 30. April nach 24 Dienstjahren aus dem Amt, am Freitagabend wird er in einer Sondersitzung des Parlaments verabschiedet und zum Ehrenbürgermeister ernannt (19 Uhr, Gasthaus „Zum Edertal“, Reddighausen).

Ermisch ist mittlerweile der dienstälteste Bürgermeister im Kreis. „Ich bin mir im Klaren darüber, dass ich keinen Heiligenschein kriege“, sagte der 52-Jährige im Interview, in dem er über Höhen und Tiefen sprach und eine persönliche Bilanz zog.

Herr Ermisch, in einem Interview vor vier Jahren zu Ihrem 20-jährigen Dienstjubiläum haben Sie angekündigt, nach dem Ende Ihrer Amtszeit „einen richtig langen Urlaub“ zu machen. Wohin geht’s?

Ermisch: Ich fahre am 2. Mai mit einem Freund in die Yorkshire Dales und nach Liverpool. Diese gemeinsamen Urlaube machen wir seit 1985.

Und mit der Familie?

Ermisch: Unsere Tochter ist 18 und macht nächstes Jahr voraussichtlich Abitur, deshalb werden wir diesen Sommer nochmal einen richtigen Urlaub machen.

Vorher müssen Sie nicht nur den Riesekoffer packen, sondern auch Ihre Sachen im Büro. Was nehmen Sie alles mit?

Ermisch: Alles, was mir gehört, vor allem die umfangreiche Literatur und einige Bilder. Was der Stadt gehört, werde ich hier lassen, auch die Geschenke aus Frankreich.

Die Amtsgeschäfte werden Sie Ihrem Nachfolger Dirk Junker übergeben. Er hat uns schon erzählt, dass Sie sich zwei Mal getroffen haben. Welche Ratschläge haben Sie ihm gegeben?

Ermisch: Er hat in zwei längeren Terminen diverse Hinweise bekommen. Am 2. Mai bin ich nicht da, dann wird ihm der Erste Stadtrat Gerhard Kerstein die Schlüssel geben. Ich habe 1989 meine Einweisung in anderthalb Stunden bekommen – in Anwesenheit der Presse.

Auch Sie sind als Auswärtiger nach Hatzfeld gekommen. Was können Sie Herrn Junker über die Menschen hier sagen?

Ermisch: Er muss seine eigenen Erfahrungen machen.

Werden Sie in Hatzfeld wohnen bleiben oder wegziehen, vielleicht zurück in Ihren Heimatort Buchenberg?

Ermisch: Ich bleibe hier wohnen, ich habe ja nichts verbrochen. Unser Elternhaus in Buchenberg haben wir sowieso verkauft, und ehrlich gesagt: Nach 24 Jahren aus einem Einfamilienhaus ausziehen, ist eine größere Aktion, das will ich mir nicht antun.

Bei der Wahl im November wurde von Ortsteildenken gesprochen. Wie können die Menschen die Gräben zwischen den Stadtteilen schließen?

Ermisch: Das ist mir bei der Wahl ein bisschen aufgestoßen, in der Kernstadt ist das durch die Bürgerliste etwas überspitzt worden. Dieses Ortsteildenken ist in den letzten Jahren vermehrt aufgekommen. Wenn am Kirchturmdenken festgehalten wird, ist das für eine konstruktive Entwicklung nicht gut.

Das vollständige Interview lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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