Hatzfelds neuer Pfarrer Muntanjohl ist eingezogen

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Hier wird man ihn ab jetzt regelmäßig sehen: Der neue Pfarrer Dieter Olaf Muntanjohl vor dem Altarraum der Hatzfelder Kirche.

Hatzfeld. „Biografisch schließt sich für mich ein Kreis", sagt Dieter Olaf Muntanjohl. Der 58-Jährige ist seit 1. Februar neuer Pfarrer in Hatzfeld. Damit ist er in die Region zurückgekehrt, wo seine Anfänge als Theologe liegen.

In Marburg hat er studiert, in Bottenhorn im Dekanat Gladenbach sein Vikariat gemacht. „Ich habe schon damals gesagt, dass ich mir vorstellen könnte, meinen Ruhestand in der Region um Marburg zu verbringen.“

Sein Ruhestand würde in sieben Jahren beginnen. „So Gott will“, sagt er. Die Menschen in Hatzfeld, Holzhausen und Lindenhof wären sicher froh, wenn der 58-Jährige so lange bliebe, denn nachdem Dekan Edgar Weigel 2004 nach 33 Jahren als Hatzfelder Pfarrer in Ruhestand gegangen war, fehlte die Kontinuität in der Pfarrstelle:

Muntanjohls Vorgängerin Gudrun Ungerer hatte Hatzfeld im Sommer 2014 aus familiären Gründen nach noch nicht einmal fünf Jahren verlassen, davor war das Pfarrer-Ehepaar Axel Zeiler-Held und Julia Held ebenfalls nur gut vier Jahre in Hatzfeld. Dazwischen wurden die beiden Kirchengemeinden für wenige Monate von Vakanz-Pfarrer Bernhard Ennemoser betreut.

Dieter Olaf Muntanjohl war über die Ausschreibung im Amtsblatt auf die Pfarrstelle in Hatzfeld aufmerksam geworden. „Die war sehr ansprechend formuliert, sehr einladend, anders als andere“, sagt er. Bevor er sich bewarb, hatte er sich einfach mal als Besucher einen Gottesdienst in Hatzfeld angesehen und mit einem Mitglied des Kirchenvorstandes gesprochen. Die beiden Kirchenvorstände aus Hatzfeld und Holzhausen wählten ihn schließlich einstimmig zum neuen Pfarrer.

„Ich habe eigentlich auch studiert, um Gemeindepfarrer zu werden“, sagt Muntanjohl. Seit 1999 war er aber reiner Schulpfarrer, zuletzt an der Marienschule in Limburg, wo er seit 1998 lebte. „Die Schule war eine neue Herausforderung für mich“, sagt er und verweist auf das biblische Bild, immer neue Wege zu gehen. „Das Leben besteht aus Stationen.“

Vor der Station Hatzfeld stand der Umzug aus Limburg, wo sich in 17 Jahren einiges angesammelt habe. „Das war eine Gelegenheit auszumisten. Ein Umzug ist ein Stück innere Bereinigung, ein Loslassen“, sagt Muntanjohl, der in der vergangenen Woche mit seiner Frau Despina im Pfarrhaus eingezogen ist. Er hat vier Kinder aus erster Ehe, sie drei. „Die sind alle schon erwachsen und in Deutschland verstreut.“

Seine Pfarrstelle ist eine volle Stelle für Hatzfeld und Holzhausen, plus zwei Schulstunden an der Gesamtschule Battenberg. Welcher Typ Pfarrer er sei, darauf wolle er sich nicht festlegen. „Man sollte sich unbefangen auf die Leute einlassen“, findet er. Er habe sich deshalb auch nicht bei seiner Vorgängerin Gudrun Ungerer über die beiden Gemeinden erkundigt. „Ich möchte meine eigenen Erfahrungen machen, erstmal sehen, was da ist und welche Bedrüfnisse es gibt“, sagt er. Eines hat er aber schon festgestellt: „Die große Bereitschaft für Engagement der Gemeindeglieder gefällt mir.“

Mehr Privates über Pfarrer Muntanjohl und Infos zum Einführungsgottesdienst am 8. Februar lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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