Frankenau

Hauberner Landjugend erneut Hessenmeister

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- Frankenau (sr). Die Hauberner Landjugend hat den Hessenmeistertitel im Volkstanz bei den Mehrpaarkreisen errungen. Fast 200 Tänzer und viele Zuschauer sorgten für prächtige Stimmung.

Zum dritten Mal nach 1993 und 2002 richtete die Hauberner Landjugend am Samstag das hessische Volkstanzturnier selbst aus. Es fand in der Kellerwaldhalle in Frankenau statt. Nach einem Rückgang der Teilnehmerzahlen in den vergangenen Jahren gab es in diesem Jahr wieder einen Aufwärtstrend: Acht Vierpaarkreise und sieben Mehrpaarkreise maßen sich mit einem Pflicht- und zwei Kürtänzen. Sie kamen aus acht hessischen Folkloregruppen.

Die meisten Tanzkreise stellte die Laisaer Trachtengruppe. Fünf Tanzrichter aus ganz Deutschland bewerteten die Beiträge. Maximal 24 Punkte gabs für Haltung, Musikalität, Technik, Raumaufteilung und Gesamteindruck. Auch das exakte Tanzen nach der vorher eingereichten Tanzbeschreibung wurde benotet.

Michael Bleul, Thorsten Ehlermann, Ursula Brenner, Jörg Heimecke und Werner Seyer saßen an verschiedenen Ecken der Tanzfläche und achteten auch auf die einheitliche Tracht, sauberes Schuhwerk und die Mimik der Tänzer. Silke Hartmann und Kai Vöhl führten durch das Programm, erläuterten die Herkunft der Tänze und gaben die Wertungen der fünf Tanzrichter bekannt.

Zuerst standen die Pflichttänze auf dem Programm: Der „Kiekbusch“ bei den Vierpaarkreisen, der „Flink Floiter“ bei den Mehrpaarkreisen. Die höchsten Punktzahlen erzielten die „Fidelen Jossataler“ und die Folkloregruppe Linsengericht.

Doch spannend blieb es bis zum Schluss: Nur wenige Punkte trennten die Erstplatzierten, so dass jeder falsche Schritt entscheidend sein konnte. Die Gruppe aus Jossgrund tanzte weiterhin souverän und freute sich über den ersten Hessenmeistertitel. Den zweiten Platz belegten die Folkloregruppe Linsengericht. Die höchste Einzelwertung mit 112 Punkten erzielte die Hauberner Landjugend mit dem holländischen Tanz „De Noord-Zuid-Galop“. Der Hauberner Vierpaarkreis belegte am Ende Platz drei. Nach mehrjähriger Pause war die Landjugend Wirmighausen wieder mit dabei. Die Rosenthaler Landjugend tanzte mit acht Frauen und Mädchen, Tänzer sind im Burgwald derzeit Mangelware.

Bei den Mehrpaarkreisen gingen die Ausrichter aus Haubern auch mit einem Oldie-Kreis an den Start. In der Gruppe tanzte auch das Hessentagspärchen des Jahres 1989, Marion Schöneweiß und Walter Höhl. Sie belegten am Schluss Platz fünf.

Den Hessenmeistertitel sicherte sich der zweite Hauberner Tanzkreis mit 332 Punkten. Nach dem Pflichttanz noch auf Platz zwei führte die „Fryksdalspolka“ in der Kür zum Erfolg: Fünf Mal die Note 23, der Sieg war den Haubernern nicht mehr zu nehmen. Großen Jubel erntete die Geismarer Landjugend für ihren achtminütigen Webertanz.

Der Frankenauer Bürgermeister Björn Brede war begeistert und fühlte sich inmitten der vielen Volkstänzer sichtlich wohl. Er überreichte Urkunden und Pokale an die teilnehmenden Gruppen. Die Hauberner Tanzleiterin Alexandra Beil moderierte die Siegerehrung.

Weitere Grußworte sprachen der Hauberner Ortsvorsteher Karl-Heinz Wolski, Landtagsabgeordneter Reinhard Kahl (SPD) sowie der Landtagsabgeordnete und Vizepräsident des Hessischen Bauernverbandes Heinrich Heidel (FDP). Zu den Gästen des Tanzturniers zählten auch Landrat Reinhard Kubat als Schirmherr, Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg (CDU), Kreistagsabgeordnete Iris Ruhwedel und der Frankenberger Bürgermeister Christian Engelhardt.

„Wir machen das, was den Volkstanz ausmacht: Das Volk tanzt“, sagte die Vorsitzende der hessischen Landjugend Carina Ludwig aus Laisa zur Motivation der Jugendlichen in den Landjugendgruppen. Zu den Klängen der Band „Die Momberger“ tanzten und feierten die Landjugendgruppen dann bis in die frühen Morgenstunden.

Neben den Jugendlichen waren auch die Mitglieder des Männergesangvereins, des Sportvereins und der Landfrauen im Einsatz für das leibliche Wohl der Besucher. Das ganze Dorf unterstützte die Landjugend. In der Kaffeepause am Nachmittag zeigten die Kindervolkstanzgruppen aus Laisa, Rosenthal und Haubern gemeinsam drei Tänze. Katharina Sommer und Nicole Arbter hatten die Tänze mit den Kindern einstudiert. Die Hauberner Kindertanzgruppe „Crazy-Stars“ zeigte danach einen modernen Jazztanz. Am Abend sorgte die Hauberner Gruppe „Die Ladies“ mit einem Abba-Playback für Stimmung in der Halle.

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