Moritz Prinz von Hessen besuchte mit seinen beiden Töchtern die Stadt Battenberg

Hauch vom Königshaus

Battenberg. Milliarden Menschen weltweit haben am 29. April die Hochzeit des britischen Prinzen William mit Kate Middleton im Fernsehen verfolgt.

Ein zarter Hauch des britisch-königlichen Flairs wehte am Sonntagmittag auch über den Markplatz von Battenberg, als Moritz Prinz von Hessen (84), zusammen mit seinen beiden Töchtern, den Prinzessinnen Mafalda und Elena, sowie seiner elfjährigen Enkelin Madeleine aus einer schwarzen Audi-Limousine stieg.

„Gruß an Kiel“: Diesen zackigen Marsch spielte der Musikzug Battenberg unter der Leitung von Detlef Marburger in seinen schmucken Marine-Unform zu Ehren des Gastes, den Bürgermeister Heinfried Horsel vor dem alten Rathaus freundlich und respektvoll als „königliche Hoheit“ begrüßte.

In seiner Ansprache erinnerte Heinfried Horsel daran, dass der letzte Besuch eines Vertreters aus dem Hause Hessen 146 Jahre zurück liegt: Prinz Alexander von Hessen hatte 1865 die alte Bergstadt besucht.

Moritz Prinz von Hessen besucht Battenberg

Als bisher letzter Vertreter des englischen Königshauses hatte Lord Louis von Mountbatten am 2. Mai 1959 Battenberg besucht. Nun hoffen die Battenberger, über Prinz Moritz wieder etwas intensiveren Kontakt zum englischen Königshaus zu bekommen, das den Namen Battenberg („Mountbatten“) zwar im Namen führt, jedoch bisher alle Gruß- und Glückwunschtelegramme unbeantwortet ließ.

Der Kontakt zu Prinz Moritz war eher zufällig durch die Ausstellung „Papierskulpturen“ entstanden, die gerade im Battenberger Stadtmuseum gezeigt wird. Künstlerin Annemarie Gottfried hat über ihre Enkelin Kontakt zu einer Akademie des Hauses Hessen in Kronsberg. Beim Aufbauen ihrer Werke hatte Annemarie Gottfried auch die Mountbatten-Exponate und Familienbilder im Stadtmuseum gesehen und angeregt: „Der Prinz von Hessen muss her.“

Der kam, nach einem freundlichen Telefonat mit Bürgermeister Horsel, nun tatsächlich, nachdem er am Samstag der Hochzeit seiner Nichte Nathalie zu Sayn-Wittgenstein mit Alexander Johannsen in Bad Berleburg beigewohnt hatte.

Er lächelte freundlich

Etwas enttäuscht waren allerdings rund 50 Zuschauer, die am Sonntag auf den Marktplatz gekommen waren, um eine „königliche Hoheit“ zu erleben. Das Oberhaupt des Hauses Hessen lächelte freundlich, sagte aber nichts.

Im kleinen Kreis ließen sich Prinz Moritz und seine beiden Töchter Mafalda und Elena die Papier-Skulpturen von Annemarie Gottfried von der Künstlerin selbst sowie die Schätze des Heimatmuseums von Elisabeth Skupin erklären.

Im ehemaligen Jagdschloss seiner Vorfahren, der heutigen Neuburg, waren die königlichen Gäste dann noch zum Kaffeetrinken eingeladen, ehe sie die Rückreise in den Hochtaunus antraten.

Quelle: HNA

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