Kinder backen noch bis zum 23. Dezember am riesigen Gebäck aus Lebkuchen

Ein Haus zum Anbeißen

Naschkatzen: (von links) Mirlinda, Ermira, Mona und Someja schälen Mandeln für die Verzierung des großen Lebkuchenhauses und knabbern daran. Fotos: Dietzel

Frankenberg. Es soll das größte Lebkuchenhaus in Frankenberg werden. 20 Backbleche voll Teig sind schon fertig. Jetzt werden Kinder noch bis Weihnachten während der Einkaufskinderbetreuung in der Stadtküche im Jugendhaus den Teig zusammenkleben und verzieren.

In der Stadtküche riecht es nach Kakao und Zimt. Auf dem Boden liegen Kleckse aus Honigkuchenteig, die Tische sind staubig vom Mehl. 25 Kilo Weizenmehl verarbeiten die Kinder, die am ersten Tag dabei sind. 13 Kilo Honig und mehr als 50 Eier verrühren sie. „Der Teig muss stabil werden und sich zum Verzieren eignen“, sagt Ernährungsberaterin Dr. Gabriele Knipp. „Und er soll natürlich gut schmecken.“

Eifrig greifen sich die Jungen und Mädchen Rührstäbe, Kochlöffel und Waage. Ein Mädchen zerdrückt ein Ei und rennt dann mit klebriger Hand aufgeregt zu seiner Mutter.

Auf der Küchenanrichte kleckern die jungen Bäcker Teig auf ihre Pullover. „Reich mir doch mal das Mehl“, ruft ein Erwachsener. Ein Kind streckt ihm etwas entgegen. „Nein, das ist Zucker!“ Ein Mädchen schaut sich im Raum um und singt leise „In der Weihnachtsbäckerei“.

An einem Tisch schälen vier Mädchen Mandeln. Die Schalen sind aufgeweicht und flutschen von den Mandeln, die zuvor mit heißem Wasser übergossen wurden. Sie dienen später ebenso wie Haselnüsse und Pinienkerne als Schmuck für das riesige Lebkuchenhaus.

Noch ist nicht zu erkennen, was aus den 20 großen Teigplatten wird. Die Kinder streichen zuerst Milch darauf. Dann stechen sie Vierecke aus, die einmal Fenster und Türen darstellen sollen. Die Ränder verzieren sie sorgfältig mit Nüssen. Zum Schluss werden die einzelnen Stücke mit Zuckerguss zusammengeklebt.

Ein Großteil des Lebkuchenteiges ist noch nicht geschmückt. Darum wird sich in den kommenden Wochen während der Öffnungszeiten der Einkaufskinderbetreuung gekümmert, kündigt Erzieherin Christina Hartmann an. Von ihr stammt die Idee. Zum ersten Mal bietet die Stadt Frankenberg das Lebkuchenhaus backen an. Mehl und Honig haben örtliche Bäcker und Familien gespendet.

Am 23. Dezember ab 15 Uhr sind dann alle Helfer in die Stadtküche eingeladen, um von dem überdimensionalen Gebäck zu probieren.

Von Stefanie Dietzel

Quelle: HNA

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