Peter Seibert, Leiter der Finanzabteilung der Stadt, seit 40 Jahren im öffentlichen Dienst

Der Haushalt ist sein Metier

Bei der Arbeit: Peter Seibel unterschreibt in seinem Büro einen Vertrag für den Kauf eines Lastwagens für den Betriebshof Frankenberg. Foto: Maier

Frankenberg. Er war selbst überrascht, dass es schon soweit ist: Seit 40 Jahren ist Peter Seibert im öffentlichen Dienst, seit 1973 arbeitet er für die Stadt Frankenberg. „Die Bundeswehrzeit wird mit angerechnet“, erklärt der Leiter der Finanzabteilung. Daher ist sein Dienstjubiläum nicht erst 2013.

60 Jahre ist der Geismarer alt, hat vier Kinder und vier Enkelkinder. „Das ist im Leben ganz wichtig“, betont er.

Seine Ausbildung zum Großhandelskaufmann absolvierte Seibert bei der Raiffeisenbank in Geismar. „Eine super Ausbildung“, wie er sagt. Dennoch: Er wollte etwas anderes ausprobieren und nicht bei einer Bank arbeiten. Ein bisschen Wechsel in der Jugend tue nun mal gut. Er begann zunächst bei der Firma Thonet, hatte sich aber auch bei der Stadt beworben – von wo kurze Zeit später ebenfalls eine Zusage kam. Der damals 21-Jährige griff zu. „Ich hatte mich gedanklich schon zur Stadt orientiert, aber ohne zu wissen, was mich genau erwartet“, erklärt er seine Entscheidung. Es sei eine „Gefühlssache“ gewesen.

Seit 1984 leitet Seibert die Finanzabteilung und ist unter anderem für die Aufstellung des Haushaltsplans verantwortlich. Daneben ist er Betriebsleiter des Betriebshofes der Stadt Frankenberg.

Viele Veränderungen hat der Beamte miterlebt. Während seiner Ausbildung arbeitete er noch mit einer wassergekühlten Rechenmaschine. Auf dem Dach sei ein Wasserbehälter gewesen, fast so groß wie ein Büro. Heute steht ein Notebook auf seinem Schreibtisch. Eine große Umstellung habe es bei der Buchführung gegeben, als die ersten Computer kamen. Die zweite große Umstellung sei die Einführung der Doppik gewesen, die als Buchführungstechnik die Kameralistik ersetzte.

In den letzten Jahren war der Job von Peter Seibert rein von den Zahlen her nicht immer erfreulich. Seit 2005 gibt es in den Haushaltsplänen ein Defizit. Im Jahr 2011 wurde aber aus dem vorhergesagten Minus wegen der guten Wirtschaft ein Plus: 287  000 Euro Überschuss gab es. Für 2012 steht im Haushalt ein Defizit von zwei Millionen Euro. Peter Seibert hofft, dass auch hier die Konjunktur wieder ein bisschen hilft und das Minus schrumpft oder es gar tilgt. Für den Haushaltsplan für 2013 lasse sich nichts Genaueres sagen, bis die Steuerschätzung im Mai fertig ist.

Fünf Jahre will der Finanzexperte noch bei der Stadt bleiben, falls die Gesundheit es zulässt. Schließlich sei es eine Arbeit, die ihm gefällt.

Von Eugen Maier

Quelle: HNA

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