Heeresmusikkorps aus Kassel spielte für Frankenberger Kindergärten

Luftballonpolka: Damit beeindruckte Hauptfeldwebel Jan Schröter das Publikum. „Nur wenige beherrschen dieses Instrument“, kommentierte der Moderator den Auftritt. Fotos: mjx

Frankenberg. Zünftige Märsche, rhythmische Polkas, sanfte Walzer und wohlklingender Gesang: Zum 25-jährigen Bestehen der Stadtkapelle Frankenberg gab das Heeresmusikkorps Kassel mit seiner Egerländer Besetzung am Donnerstag ein Konzert in der Frankenberger Ederberglandhalle.

Es war nicht nur ein Jubiläumskonzert, es war auch ein Benefizkonzert. Der Erlös des musikalischen Abends soll einem guten Zweck zugute kommt: „Wir haben uns darauf verständigt, dass das Geld für die städtischen Kindergärten in Röddenau, Geismar und Schreufa verwendet wird“, berichtete Christoph Reinbott von der Stadtkapelle.

Ein besonderes Vergnügen war neben den musikalischen Darbietungen auch die launige Moderation von Hauptfeldwebel Andreas Alschinger: „Wir haben in diesem Jahr zwei besonders schöne Auftritte“, sagte Alschinger: „An erster Stelle das Konzert in Frankenberg, an zweiter Stelle das Abspielen der Nationalhymne am vergangenen Sonntag vor dem Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Schottland in Dortmund.“ Die gute Nachricht des Hauptfeldwebels: „Jedes Mal, wenn wir die Nationalhymne spielen, gewinnt Deutschland.“ Alschingers schmunzelnde Anmerkung: „Es war das erste Mal, dass das Heeresmusikkorps Kassel die deutsche Hymne vor so großem Publikum in einem Fußballstadion spielen durfte.“

Die 18-köpfige Besetzung, die sich vor allem der typisch böhmischen Blasmusik des Ernst Mosch verschrieben hat, wurde von Stabsfeldwebel Udo Seifert dirigiert. Seifert ist im Frankenberger Land seit Jahren bestens bekannt: Wenn das Heeresmusikkorps Kassel in der Region bei Zapfenstreichen, Gelöbnisfeiern oder Platzkonzerten aufspielt, ist Seifert mit von der Partie. Bei Benefizkonzerten unterstützt er sein Ensemble gerne mit Sologesang, beispielsweise mit Titeln von Udo Jürgens und Elton John. Am Donnerstagabend bildete er zusammen mit Hauptfeldwebel Markus Klöppner das Gesangsduo. Von den 300 Besuchern umjubelt war vor allem der Walzer „Wenn der Wein blüht“.

Die Egerländer Besetzung war mit Leidenschaft und Engagement bei der Sache. Nach der Ouvertüre mit dem „Gruß an Böhmen“, der Erkennungsmelodie der Egerländer, waren Kompositionen anderer tschechischer und böhmischer Komponisten zu hören - unter anderem der neue Konzertmarsch „Frieden und Freiheit“ von Wolfgang Gutmann. „Mit diesem Marsch zum Gedenken an den 11. September wollen wir den Wunsch nach Frieden und Freiheit überall auf der Welt zum Ausdruck bringen“, sagte Alschinger.(mjx)

Dass auch Soloauftritte der Musiker Anklang fanden, lesen Sie in der Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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