Brauchtum in Rosenthal

Hefezopf und gute Eier für den Pfarrer

Sigmar Salzmann überreicht in Anwesenheit vieler weiterer Vereinsvertreter Hefegebäck und zwei Eier an Pfarrer Klaus-Dieter Geisel – ein uralter Rosenthaler Brauch, der seit 2003 wieder gelebt wird.Fotos: Gustav Siemon

Rosenthal - Eine alte Tradition hat sich elf Jahre nach ihrem erneuten Aufleben wieder zu einem guten Brauch entwickelt: In Rosenthal gibt es an Gründonnerstag Hefegebäck und Eier.

Es ist eine uralte Tradition, die in Rosenthal jahrzehntelang so gut wie vergessen war - und seit 2003 wieder gelebt wird: Der „Verein für Heimatpflege“ pflegt den Brauch, Osterbrote zu überreichen. Auch in diesem Jahr las der Vorsitzende Sigmar Salzmann wieder aus dem alten Heimatbuch des Lehrers Fritz Himmelmann: Nach alten Brauch gingen an Gründonnerstag vor der Predigt des Pfarrers Mägde von Haus zu Haus, und jeder Hausmann gab so viele Eier, wie er wollte.

Die gesammelten Gaben wurde zwischen dem Pfarrer und den Kirchendienern aufgeteilt. Im Juni 1889 beantragte Pfarrer Manger jedoch bei der Stadtverwaltung die Ablösung der Gründonnerstags-Eier - und so verschwand das alte Brauchtum in der Versenkung.

In Erinnerung an diesen alten Brauch überreichte Sigmar Salzmann auch am Gründonnerstag wieder ein Hefegebäck sowie je ein weißes und ein rotes Ei an Pfarrer Klaus-Dieter Geisel, an Evi Golde aus dem Magistrat und an Organist Karl Armbrüster.

Von Gustav Siemon

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