An der Burgwaldschule erschien die 80. Ausgabe der Schülerzeitung „grammophon“

Heft mit roter Schleife

Damals und heute: Auch äußerlich hat sich das Bild von „grammophon“ seit Heft 1 im Jahr 1975 wesentlich verändert.

Frankenberg. Kleines Jubiläum an der Frankenberger Burgwaldschule: Mit roter Schleife und Buchstabenfeuerwerk auf dem Titelblatt feierte jetzt die Schülerzeitung „grammophon“ ihr Heft Nr. 80.

Neben dem „Pennenspatz“ an der Edertalschule, gegründet 1958, gehört das Schülerblatt der Burgwaldschule mit 35-jähriger Tradition zu den ältesten jugendeigenen Zeitungen in Nordhessen..

Viele Schülergenerationen haben sich abgelöst, immer wieder mussten neue Redaktionen zusammenwachsen, für Kontinuität sorgten die Beratungslehrer und die Frankenberger Druckerei Schöneweiß, die „grammophon“ von Heft Nr. 1 im Sommer 1975 bis heute gedruckt und weiterentwickelt hat. Damals wurden die Vorlagen von den Schülern noch mit Schreibmaschine und Reibebuchstaben für das Offsetverfahren auf Papier vorgelegt – inzwischen macht die junge Redaktion ihr Layout digital am Bildschirm.

„Der Wahlpflichtkurs Schülerzeitung, der im Nachmittagsangebot der Burgwaldschule stattfindet, ist für uns eine wertvolle Ergänzung zum regulären Informatik-Unterricht“, sagt Beratungslehrer Andreas Kringe, der seit 2005 die AG Schülerzeitung betreut. „Wir sind flexibler in der Gestaltung und bei den Korrekturen, außerdem erhalten alle Schüler Grundlagenwissen zur Bildbearbeitung.“ Inzwischen bringen viele Kinder schon ins 5. Schuljahr Vorkenntnisse in der Textverarbeitung mit.

Der Wahlpflichtkurs Schülerzeitung ist für uns eine wertvolle Ergänzung zum regulären Informatik-Unterricht.

Beratungslehrer Andreas Kringe

Jennifer Schwarz und Angelika Zeiss aus der Klasse 5d gehören zu den jüngsten Redaktionsmitgliedern. „Wir wollten schon immer mal etwas über Mode schreiben“, berichten sie. Sie fotografierten Mitschülerinnen, sprachen mit ihnen über Stil und Geschmack. Dann bauten sie ihre erste Bildseite.

Themen sind bunt gemischt

Nachrichten aus Schule und Schülervertretung, Rechtsradikalismus, Mobbing, Musikszene, Trinkwasserversorgung in Frankenberg, Naturpark Kellerwald – die Themen von Heft 80 sind bunt gemischt. „Ich lasse der Redaktion freie Hand“, betont Beratungslehrer Kringe. „Die Schülerzeitung soll Forum und Projektwerkstatt zugleich sein.“

Auch um Verkauf und Werbung muss sich die Gruppe kümmern. Das anspruchsvolle Heft im DIN-A-4-Format mit vielen farbigen Bildern könnte bei einer Auflage von 650 Stück vom Verkauf allein nicht finanziert werden. „Zum Glück haben wir bei den Inserenten Stammkunden“, freut sich Andreas Kringe. Außerdem nehmen der Förderverein und die Burgwaldschule eine bestimmte Anzahl von Heften für Freunde der Schule ab.

Lob und Rückmeldungen erhält die Redaktion auch von außen: Nele Balser, als Burgwaldschülerin früher selbst bei „grammophon“ aktiv, arbeitet nun bei der Jugendpresse Hessen (JPH) e.V. in Frankfurt. Sie würdigt in ihrer Blattkritik das kreative Titelbild, die ansprechende Druckqualität und die Vielfalt der Texte.

Von Karl-Hermann Völker

Quelle: HNA

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