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Heideblütenfest in Altenlotheim lockte viele Besucher an

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Von: Marise Moniac

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Mitten in der Heide auf dem Fahrentriesch: Die Heideblütenprinzessinnen Laura Knoche und Lina Backhaus (mit Schärpe), zwischen ihnen Denise Horstmann von der Nationalpark-Organisation, außerdem die Kinder Emilia und Lyanna mit ihrem Vatter und die kleine Rose mit ihrer Mutter
Mitten in der Heide auf dem Fahrentriesch: Die Heideblütenprinzessinnen Laura Knoche und Lina Backhaus (mit Schärpe), zwischen ihnen Denise Horstmann von der Nationalpark-Organisation, außerdem die Kinder Emilia und Lyanna mit ihrem Vatter und die kleine Rose mit ihrer Mutter © Marise Moniac

Zahlreiche Besucher haben am Sonntag das Heideblütenfest in Altenlotheim mit Wanderungen in den Nationalpark Kellerwald besucht.

Altenlotheim – Flirrende Hitze auf der Koppe und im Tal Temperaturen, die die 30-Grad-Marke ansteuerten: Beim Heideblütenfest in Altenlotheim waren die äußeren Bedingungen genau so, wie man sie sich an einem solchen Tag im Hochsommer wünscht. Schon am späten Vormittag strömten die Besucher Richtung DGH.

Die Veranstaltung begann mit einem Wandergottesdienst mit Pfarrer Matthias Bringmann. Ab elf Uhr gab es in Abständen Rangerführungen zur Heide. Die konnte man nur mit der entsprechenden Ausrüstung, sprich Sonnenhut und Wasserflasche, wirklich genießen, dauerten sie doch jeweils eine komplette Stunde und führten recht konsequent in die Höhe, und zwar fast ohne Ausnahme in gleißendem Sonnenschein.

Für weniger trittfeste Besucher standen Kutschen zur Verfügung. Im Gegensatz zu früheren Jahren hatten die Veranstalter die Fahrten verkürzt, um den Pferden bei der Hitze eine übergroße Anstrengung zu ersparen.

Als Wacholdermännchen: Torsten Daume in Wacholderzweige gehüllt.
Als Wacholdermännchen: Torsten Daume. © Moniac, Marise

Wer die Mühen nicht scheute, wurde mehrfach belohnt, denn neben der sehenswerten Landschaft und dem fantastischen Blick auf Altenlotheim gab es an mehreren Stellen Überraschungen, etwa das geheimnisvolle, überraschend auftauchende Wacholdermännchen, Märchenlesungen oder interessante Begegnungen mit Tieren.

Nicht zu übersehen war allerdings, dass auch die eigentlich anspruchslose Heide bereits unter dem Klimawandel zu leiden hat. „Große Flächen mit violetten Blüten gibt es so gut wie gar nicht“, sagte Denise Horstmann vom Nationalpark Kellerwald-Edersee, „in früheren Jahren war das ganz anders.“

Unten im Dorf gab es derweil Unterhaltung und Kaufverlockungen auf dem Festplatz rund um das DGH. Kinder bewunderten die Zwerg- und Warzenenten und die prächtigen Hähne der Sachsenhuhnrasse. Das Angebot an heimischem Käse, Bauernbrot und Wurstwaren machte schon beim Hinschauen Appetit. Die Stände mit warmer Kleidung mussten sich von vielen Seiten witzige Bemerkungen gefallen lassen. „Der nächste Winter kommt bestimmt“, wiederholten die Strickerinnen gelassen.

Und dann das Kulinarische: Hier war für jeden Geschmack etwas dabei, seien es Crêpes, Waffeln und die Torten der Landfrauen oder Räucherfisch, Schepperlinge und deftige Braten mit Pommes rot-weiß. Das Geschäft des Tages machte allerdings wohl der Stand mit Bauernhof-Eis.

Am Nachmittag gab es offizielle Begrüßungen und die Überreichung von Schärpe und Blumenkrone an die neue Heideblütenprinzessin Lina Backhaus, die Laura Knoche ablöst. (Marise Moniac)

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