Altenlotheim

Heideblütenfest lockt mehrere hundert Besucher

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- Frankenau-Altenlotheim (tha). Das Nationalparkdorf Altenlotheim stand am Sonntag ganz im Zeichen der Heideblüte. Mehrere hundert Besucher nutzten das Heideblütenfest, um die blühende Natur zu erkunden.

Ganz unterschiedliche Erlebnisstationen sorgten bei den Besuchern dafür, dass die Wanderungen in die Heide rund um das Nationalparkdorf zu einem spannenden Ausflug wurden. An den einzelnen Stationen gab es allerlei Wissenswertes rund um das Thema Heide zu entdecken: So erklärte ein Imker, wie die Biene Honig macht, die Kräuterfrau gab hilfreiche Tipps über die heilende Wirkung der Kräuter und ein Schäfer zeigte, wie die Heidschnucken als „natürliche Helfer“ für die Heide eingesetzt werden können. Ein besonderer Blickfang war Volker Nagel, der als „Wacholdermännchen“ verkleidet kaum wieder zu erkennen war. Er informierte die Besucher über die verschiedenen Heidearten und deren Lebensbedingungen. Infos aus erster Hand vermittelten Achim Frede vom Nationalpark und Carsten Müller, Betreuer des Naturschutzgroßprojektes, bei Exkursionen. Im Mittelpunkt standen dabei die verschiedenen Arbeiten im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes, die seit dem Bewilligungsbescheid im Oktober 2009 angefangen wurden. Schrittweise solle dabei die Heide aufgewertet und gefördert werden und der Wacholder ausgedünnt werden. Das Naturschutzgroßprojekt sei von bundesweiter Tragweite. „Wir spielen jetzt in der Bundesliga der Naturschutzprojekte“, erklärte Achim Frede. Der fachliche Leiter des Naturschutzgroßprojekts betonte, dass der Nationalpark auch die heimische Wirtschaft fördere. Für die Feriengäste aus Holland wurde eine geführte Wanderung in ihrer Landessprache angeboten. Für die vielen Kinder gab es ein eigenes Programm: So zog eine Hexe die jüngsten Besucher des Heideblütenfests mit gruseligen Märchen in ihren Bann. Bei einer spannenden Schatzsuche mit GPS-Geräten waren die Jungen und Mädchen mit Hilfe moderner Technik der Natur auf der Spur. Dabei zeigten digitale Koordinatoren den Weg zu den einzelnen Erlebnisstationen, wo die Kinder auf spielerische Weise etwas über die Heide und den Naturschutz erfuhren. Im Ortskern herrschte Volksfest-Atmosphäre: Die Frankenauer Blaskapelle unter der Leitung von Hermann Bischoff sorgte mit zünftiger Volksmusik für Stimmung und in den Gassen standen zahlreiche Informations- und Verkaufstände mit regionalen Produkten wie etwa Erdbeerwein, Marmelade oder Lammfleisch. Auch die Frankenberger Naturschutzjugend war mit einem eigenen Stand vertreten und informierte die Besucher über heimische Fledermausarten.Im Bürgerhaus nutzten viele Besucher die Gelegenheit, ihre eigene Heilsalbe herzustellen und eine Ausstellung mit 3D-Bildern anzuschauen.

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