Heideblütenfest: Schafe rannten um die Wette

Das Schafrennen: Nationalparkamtsleiter Manfred Bauer, Ortsvorsteher Heiko Backhaus und Bürgermeister Björn Brede trieben die Schafe beim traditionellen Schafsrennen an. Dabei gab es viel zu lachen, denn die Tiere blieben teilweise nicht im Rennparcours, sondern sprangen auch über die Absperrnetze. Fotos: Zecher-Christ

Als Besuchermagnet hat sich das 12. Heideblütenfest in Altenlotheim erwiesen, zu dem Nationalpark Kellerwald-Edersee, Stadt Frankenau und Ortsbeirat eingeladen hatten.

Altenlotheim. Das kunterbunte Programm bot Gelegenheit zum Verweilen und Erleben. „Ich glaube, es kann sich wieder wirklich sehen lassen, was in diesem Jahr auf die Beine gestellt wurde“, sagte Frankenaus Bürgermeister Björn Brede. „Das Heideblütenfest hat sich mittlerweile ganz toll etabliert“, betonte Nationalparkamtsleiter Manfred Bauer. Kreistagsvorsitzende Iris Ruhwedel lobte: „Es ist jedes Mal wieder ein tolles Event.“ „Es macht immer Spaß“, sagte Ortsvorsteher Heiko Backhaus.

Glanzpunkt war das Schafsrennen, bei dem es viel zu lachen gab, da die Tiere nicht in ihren Rennbahnen blieben, sondern auch schon mal über die Absperrnetze sprangen.

Diplom-Biologe Achim Frede nahm Besucher mit auf eine zweistündige Exkursion, bei der man Spannendes über die Heideflächen erfuhr, Einblicke in die Nationalpark-Forschung erhielt und über das Naturschutzgroßprojekt Kellerwald-Region informiert wurde. Während einer dreistündigen Wanderung mit Ranger Hermann Bier erlebte man die Landschaft des Nationalparks, die Heiden, Triescher und Buchenwälder. Nationalparkführerin Christa Alhorn nahm die Wanderer mit auf die Wildkräuter-Tour „Essbare Natur am Wegesrand“. Eine Stunde lang erfuhren diese, „was sie von den Kräutern in der Küche verwenden können“.

Historische Traktoren gab’s in der Scheune von Otto Brumberg zu bewundern.

Im historischen Schäferwagen des Naturparks wurde über das Leben eines Schäfers informiert. Beim Nassfilzen mit Schafswolle konnten Kinder und Erwachsene kreativ werden. Spinnenexperte Dr. rer. nat. Hans-Peter Reike entführte in die Welt der achtbeinigen Krabbler. Über ihre Tätigkeit informierten der Verein „Freunde der Quernst“ und der „Archeverein Frankenau“, der mit seltenen Tierrassen angereist war.

„Das Heideblütenfest hat sich mittlerweile ganz toll etabliert.“

Am Bastelstand des Nationalparks konnten Kinder Steine und Stofftaschen farbig gestalten. Sie konnten sich phantasievoll schminken lassen oder an Pony-Führungen und Geschicklichkeitsspielen der Feuerwehr teilnehmen. Im Bürgerhaus gab’s spannende Wolf-Geschichten zu hören.

An rund 25 Ständen des Regionalmarktes lockten kulinarische Köstlichkeiten und Handwerksarbeiten, darunter Stricksachen, Stoffarbeiten, Naturkosmetik, Holzarbeiten, Mosaikarbeiten, Tonwaren, Schmuck und vieles mehr.

Für musikalische Unterhaltung sorgte der Stadtkapelle Frankenau.

Von Nadja Zecher-Christ

Quelle: HNA

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