Innenminister Peter Beuth ehrt Georg Röse und Gerhard Grabowski

"Um die Heimat verdient gemacht"

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Gerhard Grabowski und Ingrid Grabowski, Innenminister Peter Beuth, Georg Röse, Bürgermeister Christian Klein und Monika Röse (v.l.) nach der Ehrung. Foto: Mark Adel

Battenberg - "Gerhard Grabowski und Georg Röse sind zwei mehr als verdiente Bürger unserer Stadt", sagte Bürgermeister Christian Klein über die beiden Battenberger, die sich seit Jahrzehnten in Politik und Vereinen engagieren. Dafür erhielten sie am Donnerstag zwei der höchsten Auszeichnungen, die in Hessen verliehen werden.

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) überreichte Georg Röse die Freiherr-vom-Stein-Plakette. Gerhard Grabowski erhielt den Verdienstorden am Bande. Die Familien der Geehrten sowie langjährige Wegbegleiter verfolgten die feierliche Zeremonie in der Burgberghalle. Die Übergabe solle keinesfalls als Endpunkt im Wirken der beiden Geehrten gesehen werden, erklärte Bürgermeister Christian Klein: „Es ist ein Ansporn.“

Peter Beuth betonte, beide Männer hätten Battenberg in den vergangenen Jahren nicht nur mitgestaltet, „sondern auch ein Stück weit mitgeprägt“. Er sagte beiden Gestaltungswillen, Einsatzfreude, Pflichtgefühl und „vor allem ein großes Interesse an ihrer Umgebung“ nach. Sie hätten eine große Verantwortung übernommen.

Gerade politische Ehrenämter bedeuteten eine besondere Verantwortung, sagte der Minister. Denn es bedeute jeden Tag, sich vor Bürgern im Ort für getroffene Entscheidungen rechtfertigen zu müssen. „Wir haben diesen beiden Männern viel zu verdanken. Die Bedeutung des Ehrenamts für unsere Gesellschaft kann man nicht hoch genug einschätzen.“

Georg Röse ist seit 1974 in der Kommunalpolitik, war bis 2001 Stadtverordneter und ist seitdem als ehrenamtlicher Erster Stadtrat der Stellvertreter des Bürgermeisters. Von 2001 bis 2014 war er zudem Kreistagsabgeordneter. „Sie genießen hohes Ansehen in der Bevölkerung und sind gradlinig“, bescheinigte ihm Beuth. Ein Messpunkt dafür seien die Kommunalwahlen: Beim Kumulieren, also dem Verteilen von Kreuzen auf unterschiedliche Bewerber, erhalte er die meisten Stimmen in Battenberg. Das zeige das große Vertrauen, das er genieße. Zugleich sei er in seiner Partei und in der Fraktion engagiert. „Sie haben sich um Ihre Heimat verdient gemacht.“

Die Freiherr-vom-Stein-Plakette sei ursprünglich für mindestens 750 Jahre alte Kommunen bestimmt gewesen, erläuterte Beuth. Seit 1956 können auch Kommunalpolitiker damit ausgezeichnet werden, die ihre Ämter seit mindestens 40 Jahren ausüben. In den vergangenen fünf Jahren sei diese hohe Ehrung nur zwölfmal vergeben worden.

Auch Gerhard Grabowski ist seit Jahrzehnten in der Politik engagiert. Ab 1989 war er zeitweise ebenfalls Erster Stadtrat, derzeit ist er Stadtverordneter für die Bürgerliste Battenberg. Noch bekannter ist er jedoch für sein Engagement als TSV-Vorsitzender. Von 1982 bis 2012 führte er den größten Battenberger Verein mit zeitweise über 1200 Mitgliedern in zehn Sparten, nach seinem Ausscheiden wurde er zum Ehrenpräsidenten ernannt. Daneben erarbeitete er die Chronik des TSV.

Damit habe er sich weiter über das übliche Maß hinaus engagiert, sagte Peter Beuth.

Mehr lesen Sie in der Frankenberger Zeitung von Samstag. 28. Februar.

Von Mark Adel

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