Heimatverein Löhlbach fiebert 800-Jahr-Feier entgegen

Freuen sich auf das Jubiläum: (von links): Ortsvorsteher Wolfgang Landau, Heinz Brück, Heidi Wilhelmi, Burkhard Wilhelmi, Heinz Wilhelmi, Hiltrud Wilhelmi. Foto: Faust

Löhlbach. Löhlbachs Ortsvorsteher Wolfgang Landau hat bei der Jahreshauptversammlung des Heimat- und Kulturvereins mit der Löhlbacher Ausrappelglocke das Jubiläumsjahr eingeläutet.

Im Hintergrund schauten sich der Vorstand und Mitglieder des Vereins das ganze gut gelaunt an. Landau machte mit dem Schwenken der Glocke auf die Feierlichkeiten zur 800-Jahr-Feier aufmerksam, die in diesem Jahr anstehen.

Los geht es am 8. März im Löhlbacher Bürgerhaus. Um 14 Uhr startet ein unterhaltsamer Nachmittag mit Festansprachen. Dazu wird es Fleischwurst, Kaffee und Kuchen geben. Auftritte gibt es vom Kindergarten sowie vom MGV. Ein Höhepunkt des Nachmittags ist der Vortrag von Hainas Forstdirektor Manfred Albus, der über Löhlbachs Wälder im Wandel der Jahrhunderte berichtet. Auch wird es eine Bilderschau geben.

Am 4. Juni findet ein Theaterabend der Schreufarer Schauspielgruppe statt. Der sonntägliche Gottesdienst in der Festwoche wird auf den Samstagabend vorverlegt. Die Gemeinde feiert dann mit Pfarrerin Sabrina Elcik einen musikalischen Festgottesdienst, der um 18 Uhr in der Kirche beginnt und nach dessen Ende sich eine Zusammenkunft am Paul-Gerhard-Haus mit Gegrilltem anschließt. Ein besonderes Willkommen soll am Abend an ehemalige Löhlbacher gehen. Höhepunkt der Feiern wird der stehende Festzug sein, der am Sonntag, 7. Juni, um 10 Uhr startet.

Löhlbachs alte Ausrappelglocke wurde im Übrigen noch bis in die 50er-Jahre benutzt. Wie auch in anderen Dörfern üblich, wurde das Läuten der Handglocke umgangssprachlich als „Ausrappeln“ bezeichnet. Marianne Röse erinnerte nach der Jahreshauptversammlung an die alte Tradition, die ihr Großvater als letzter im Dorf mit der noch erhaltenen Glocke bis in die 50er-Jahre regelmäßig ausführte. Ihr Großvater Adam Ritter, genannt Strumpfadams, benutzte die Handglocke, um Bekanntmachungen auszurufen. Röse übernahm von ihrem Großvater schon als Schulkind das Läuten der Kirchenglocken. Diese Arbeit nahm sie vor knapp zehn Jahren, inzwischen vereinfacht durch Elektrik, wieder auf.

Von Gerd Faust

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Quelle: HNA

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