Heimatverein unterrichtet Platt an der Bottendorfer Grundschule

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Kinder präsentierten Getreide-Ähren auf Bottendorfer Platt: Unterstützt werden sie von (vorne von links): Käthe Koch, Erika Klem, Marianne Reitz und (hinten von links) Christel Möller, Schulleiter Kieran Schmidt, Jürgen Hansmeyer, und Heimvereins-Vorsitzendem Heinz Klem. Foto: Pschera

Bottendorf. Der Heimat- und Kulturverein Botttendorf unterrichtet die heimische Mundart an der Bottendorfer Grundschule. Die Kinder sind mit Spaß dabei.

„Wo da schappe Kerchturm metten im Därfche stitt un de Sunne owets so scheene inger gitt“, schmettern viele junge Kehlen das Bottendörfer Lied so laut, dass man es aus dem Klassenraum noch über den Pausenhof hören kann. Jürgen Hansmeyer unterstützt sie dabei mit der Gitarre.

Es ist die fünfte Plattsprechstunde, die der Bottendorfer Heimat- und Kulturverein in der Bottendorfer Schule veranstaltet. Rund 15 Schüler der Klassen eins bis vier haben sich eingefunden, um freiwillig in einer zusätzlichen Stunde „Boddendärfer“ Platt zu lernen. Auch Schüler aus Wiesenfeld und Willersdorf sind mit dabei.

Es geht um die Namen der Feldpflanzen. Die Frauen vom Heimatverein, die den Zusatzunterricht leiten, haben viel vorbereitet. Es gibt für jeden Schüler Getreidehalme. Unterricht zum Anfassen eben.

Die Ähren gesammelt hat Erna Simon. Christel Möller, Marianne Reitz und Erika Klem erklären außer dem Plattwort auch, wie man die Sorten unterscheidet.

„Cool, ich habe dreimal Weizen - ä - Wääs“, freut sich ein Junge. Die neuen Wörter „Wääs“ für Weizen, „Gaschte“ für Gerste, Wendagaschte für Wintergerste und „Hawwa“ für Hafer stehen an der Tafel und werden gleich in die Hefte abgeschrieben. Für weitere Platt-Übungen hat Käthe Koch sogar die „Häschenschule“ ins Boddendärfsche übertragen.(kp)

Warum die Kinder beim freiwilligen Unterricht gerne mitmachen, das lesen Sie in der gedruckten Samstagaugabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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