Staatsminister besucht Frankenberg

Heimische Firmen helfen Ruanda

+
Die Tagungsorganisatoren Tim und Katja Bluthardt von der DGD-Förderstiftung in Marburg (rechts), FingerHaus-Geschäftsführer Dr. Mathias Schäfer (von links), sowie der stellvertretende Studienleiter eines Nationalen Fachzentrums für Berufsbildung in Ruanda, Staatsminister für technische Bildung Albert Nysengiyumva und die Botschafterin Christine Nkulikiyinka.Foto: Kutsch

Frankenberg - Regional und deutschlandweit setzen sich Firmen für gute Ausbildung ein. In Ruanda sieht die Wirtschaft die Ausbildung als Aufgabe des Staates. Anregungen für ein Umdenken hat sich ein Staatsminister im Frankenberger Land geholt. Bei einer Tagung suchte er Unterstützer.

Für die qualitativ gute Ausbildung des Nachwuchses setzen sich die privaten Firmen in Deutschland in Zusammenarbeit mit Handwerkskammern und Schulen stark ein. Üblich ist das nicht überall: Der ruandische Staatsminister für technische Bildung, Albert Nysengiyumva, berichtete gestern bei einer Fachtagung in Frankenberg, dass die Firmen in seinem Heimatland es als Aufgabe des Staates ansehen, den Nachwuchs auszubilden.

Auf der Agenda des Deutschlandbesuchs stand daher der Besuch des Frankenberger Lehrbauhofs. Ebenso besuchte der Minister die Firmen Pharmaserv und Optik Schäfer im Marburger Land, sowie Viessmann, Hettich und FingerHaus im Frankenberger Land. „In Ruanda fehlt das Engagement des privaten Sektors in der Ausbildung“, sagte Botschafterin Christine Nkulikiyinka. Derzeit versuche der Staat, die Unternehmen „ins Boot zu holen“ und ihnen zu zeigen, dass vor allem sie von guter Ausbildung profitieren.

Der Minister möchte nicht nur die Wirtschaft in seinem Heimatland zum Umdenken bewegen, sondern sich auch Hilfe aus Deutschland holen, um junge Menschen aus Ruanda auf einem hohen Niveau auszubilden. Bei einer Fachtagung in den Räumen der Firma FingerHaus tauschte er mit Vertretern von sieben deutschen Firmen, etwa Würth und Bosch, Ideen dafür aus.

„Ich habe in den Unternehmen viele Dinge gesehen, die wir in Ruanda brauchen“, sagte der Minister. Für ihn sei der Besuch erfolgreich gewesen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare