Frankenberg/Bozen

Heimische Gruppen bei Europeade

- Bozen/Dodenau/Geismar/Haubern (sr/da). Seit vielen Jahren sind drei Gruppen aus dem Frankenberger Land fester Bestandteil der Europeade, dem großen Folklorefest mit tausenden Teilnehmern. Ziel war in diesem Jahr erstmals Bozen in Südtirol. Am Montag kehrten die heimischen Tänzer und Musiker zurück. Die Europeade hatte von Mittwoch bis Sonntag gedauert.

Die 32 Hauberner waren in einer Schule in der Stadtmitte von Bozen untergebracht. Gemeinsam mit spanischen Gruppen, einer tschechischen Kindertanzgruppe und dem Schwalmstädter Blasorchester erlebten sie wahres Europeade-Feeling in der Gemeinschaftsunterkunft. Bis spät in die Nacht musizierten und tanzten die Folklore-Fans in den Fluren der Schule und praktizierten die Völkerverständigung. Nach zwei Auftritten am Donnerstag auf verschiedenen Plätzen bei tropischen Temperaturen erlebten die Hauberner einen stimmungsvollen Chor- und Musikabend. Erstmals im Programm war eine Veranstaltung „Europeade by night“.

Tief beeindruckt waren auch die Mitglieder der Geismarer Landjugend und der Feuerwehrkapelle. Beide Gruppen fahren seit 1999 gemeinsam zu den Europeaden, lediglich die Musiker haben ein Jahr pausiert. Bozen hat sie tief beeindruckt. Beide Gruppen waren mit rund 3000 weiteren „Europeadisten“ in einer großen Messehalle untergebracht. „So konnten wir viele neue Kontakte knüpfen“, erläuterte Harald Engel von der Feuerwehrkapelle.

In einem Biergarten saßen Musiker und Tänzer unterschiedlicher Nationen. Mitglieder der Feuerwehrkapelle sorgten gemeinsam mit italienischen Musikern für Unterhaltung. Das Quartier lag zentral, „und Europedeteilnehmer konnten kostenlos Busse und Bahnen nutzen“, berichtete Engel, der ebenso wie seine Mitstreiter von der Kulisse beeindruckt war: „Die Kulisse bei den Veranstaltungen in Bozen, umranden von Bergen, war etwas Besonderes.“

Bei öffentlichen Auftritten in der Stadt begeisterten Tänzer und Musiker mit hessischen Volkstänzen. Die Dodenauer begleiteten dabei die Geismarer und sorgten auch alleine mit Polkas und Walzern für Unterhaltung.

Ausflüge führten alle drei Gruppen an den Kalterer See. Ein besonderes Erlebnis war der große und lange Festzug durch die Altstadt. Viele Tausend Zuschauer jubelten den Gruppen in den engen Gassen zu. Die Fahne der Hauberner Landjugend trug wieder Peter Wollmer. Herbert von Thaden und Katja Paulus sorgten mit dem Akkordeon für Live-Musik, während die Dodenauer zünftige Märsche spielten.

Kapelle und Geismarer Landjugend, die die Erntekronte dabei hatte, gaben ein farbenprächtiges Bild ab. „Es hatte sich zum Glück etwas abgekühlt, dadurch ließ sich der Festzug gut aushalten“, berichtete Harald Engel. „Am Beginn der Europeade war es fast schon zu warm.“ Einer der Höhepunkte war der Europeade-Ball am Samstag in der Altstadt. Echtes Europeade-Feeling vermittelte eine lange Polonaise mit mehreren tausend Tänzern aus über 20 Ländern.

Bei der Abschlussveranstaltung am Sonntag im Bozener Eisstadion tanzten die Hauberner gemeinsam mit der Geismarer Landjugend und der Folkloregruppe Linsengericht den „Watzenborner“, den „Winneweh“ und den „Odenwälder“, begleitet von der Dodenauer Feuerwehrkapelle. Die Europeade in Bozen wurde erstmals nicht von der Stadt Bozen, sondern von der Volkstanzvereinigung Südtirol ausgerichtet.

Die Hauberner trafen auch den ehemaligen Frankenberger Bürgermeister Rüdiger Heß, der dem internationalen Europeade-Komitee angehört.

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