Thomas Zeller aus Frankenberg veröffentlicht Kalender

Die heimische Natur in Öl gemalt

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Der Frankenberger Jagdmaler Thomas Zeller mit seinem Kalender im A3-Format. Die ältesten Motive hat er vor 14 Jahren gemalt. Die Ölmalerei fasziniert den 50-Jährigen seit der Schulzeit.Foto: Mark Adel

Frankenberg - Thomas Zeller ist Naturfreund, leidenschaftlicher Jäger und begeisterter Maler. Seit Jahren verbindet er seine Hobbys und bringt Szenen aus der Natur auf die Leinwand. Zum ersten Mal veröffentlicht er einen Kalender mit Szenen aus Wald und Flur.

Die Liebe zur Natur wurde Thomas Zeller in die Wiege gelegt: Sein Großvater war Förster in Rosenthal. Den Spaß am Malen entdeckte er dann auf der Edertalschule im Kunstunterricht. Mit 14 Jahren bekam er zu Weihnachten die ersten Ölfarben. „Im Gegensatz zu heute waren die damals sehr teuer“, erinnert sich der 50-Jährige. Er war von der Natur fasziniert und wurde inspiriert. Seit 24 Jahren geht er selbst zur Jagd, beschäftigt ist er als Justizfachwirt im Frankenberger Amtsgericht.

Die zwölf Motive sind in den vergangenen 14 Jahren entstanden. Damals hatte Thomas Zeller nach einer mehrjährigen Pause wieder mit dem Malen begonnen. 2008 besuchte er ein Seminar beim renommierten Jagdmaler Dieter Schiele in Nidda. Dort erlernte er die Lasurtechnik, mit der er mehr Tiefe in seinen Bildern erzeugen kann.

Doch bei aller Leidenschaft: Zeit für das Hobby bleibt ihm nur von Februar bis April, wenn die Tiere Schonzeit haben und im Garten noch nicht viel zu tun ist. „Ich brauche Muße, und es ist ohnehin eher ein Hobby für den Winter“, sagt Thomas Zeller. Deshalb dauerte es, bis ausreichend geeignete Motive für den Kalender fertig waren. Die Vorlagen findet er in seinem Jagdrevier. Die Motive fotografiert er ab und malt sie nach. Auch Bilder in Fachzeitschriften inspirieren ihn. „Das sind dann meine Anregungen.“

Fast alle Bilder passen aber in die Heimat: Etwa die Wildschweine, die bei einer Drückjagd durch einen Buchenwald flüchten. Im Hintergrund sind Fichten zu sehen. Der Fuchs, der durch die Wiese streunt, das Rotkehlchen in der Morgensonne, das Reh mit den Kitzen, die auf einem Feld vor einem Weidezaun den Betrachter aus dem Gras heraus anblicken - als wären sie gerade von einem Spaziergänger überrascht worden. Dazu passt der Titel „Im heimischen Revier - Motive aus Wald und Feld in Öl“.

Etwa 50 Stunden braucht Thomas Zeller pro Bild. Die Gemälde sind maximal 70 bis 40 Zentimeter groß. „Je kleiner das Bild ist, umso größer muss das Motiv sein. Dann eignet sich zum Beispiel ein Porträt.“ Ein solches ist das Titelbild: Es zeigt einen Rehbock. Das Motiv stammt aus Zellers Jagdrevier, dem Wermesdorfer Grund zwischen Frankenberg und Hommershausen.

Im nächsten Jahr will er bei der Schau des Hegerings Bilder ausstellen. Damit und mit dem Kalender möchte er einem breiten Publikum die Schönheit der heimischen Natur und Tierwelt näherbringen.

Neben den Ölbildern malt Thomas Zeller auch Aquarelle mit anderen Motiven, etwa die Nordsee bei Borkum. „Und ich würde gerne Bilder aus Frankenberg und den Ortsteilen malen.“ Zwei Aufträge hat er zudem, Hunde zu malen.

Der Kalender ist zum Preis von 10 Euro erhältlich in Thomas Zellers Büro im Amtsgericht und bei Eisen-Finger. (da)

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