Vertreterversammlung der Frankenberger Bank ·

Heinrich Hofmann scheidet nach 21 Jahren aus dem Aufsichtsrat aus

+
Auszeichnung: Vorstand Dieter Ohlsen, Jörg Dautermann vom Genossenschaftsverband, der scheidende Aufsichtsratvorsitzende Heinrich Hofmann und Vorstand Ralf Schmitt (von links).

Frankenberg - Bei den Genossenschaftsbanken sollen die Kunden die Geschicke des Kreditinstitutes mitgestalten. Wie das funktionieren kann, zeigte Heinrich Hofmann. Er scheidet nach 21 Jahren aus dem ehrenamtlichen Aufsichtsrat der Frankenberger Bank aus.

Nicht nur um Bilanzen, Zinsen und Einlagen ging es bei der Vertreterversammlung der Frankenberger Bank am Dienstagabend (wir berichteten), sondern auch um persönliches Engagement. Heinrich Hofmann scheidet aus Altersgründen aus dem Aufsichtsrat aus. Diesem ist er bereits 1993 beigetreten, ein Jahr später wurde der Birkenbringhäuser zum Vorsitzenden des Gremiums. Mit Hofmann habe man auch dicke Bretter bohren können, lobte Dieter Ohlsen, Vorstand der Frankenberger Bank. Damit spielte er auf die Fusion im Jahr 2000 und auch die Schließung von Geschäftsstellen an. „Unter seinem Vorsitz hat die Frankenberger Bank eine überaus erfolgreiche Entwicklung genommen“, sagte Ohlsen.

Lob gab es auch von Jörg Dautermann vom Genossenschaftsverband. Für dieses Ehrenamt seien Menschenverstand und Fachkompetenz notwendig. „Sie haben das beispielhaft und vertrauensvoll ausgeübt.“ Heinrich Hofmann, der Träger des Bundesverdienstkreuzes ist, bedankte sich bei den Mitgliedern des Aufsichtsrates und beim Vorstand. „Wir hatten sehr gute und auch diskussionsreiche Runden. Es hat Spaß gemacht und war eine schöne Zeit.“ Für seine Leistung erhielt Hofmann die Ehrenmedaille in Silber und die Ehrenurkunde.

Hofmanns Nachfolger als Vorsitzender des Aufsichtsrates wird sein bisheriger Stellvertreter Walter Schneider. Zudem wählten die Mitglieder der Vertreterversammlung Martin Ernst aus Bottendorf und Dirk Michel aus Allendorf/Hardtberg neu in den Aufsichtsrat. Werner Raabe aus Rennertehausen wurde wiedergewählt, Manfred Sommer stellte sich nicht mehr zur Wahl.

Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand und überprüft die Geschäftsergebnisse. Die Mitglieder der Vertreterversammlung entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig. So fiel auch das Votum für die Verwendung des Jahresüberschusses von 531239 Euro aus. Es werden zwei Prozent Dividende, also etwa 85000 Euro, vergeben. Außerdem wird ein Mitglieder-Bonus von 232219 Euro ausgeschüttet.

Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß lobte die Arbeit der Frankenberger Bank einerseits und die gute Zusammenarbeit mit der Stadt andererseits. Dies habe sich vor allem beim Zwischenkauf des Bahnhofsgebäudes durch die Bank gezeigt, als diese in die Bresche gesprungen sei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare