Heizöl: Viele Kunden sitzen auf dem Trockenen

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Einmal volltanken bitte: Für einen vollen Heizöl-Tank sorgte am Montagnachmittag Walter Harder von der Frankenberger Firma Balzer bei Martina Carle in Schreufa. Die studierte bereits interessiert den Lieferschein.

Waldeck-Frankenberg. Die anhaltende Kälte hält die Heizöllieferanten in Waldeck-Frankenberg auf Trab. Täglich müssen etliche Notbetankungen vorgenommen werden, weil die Eigentümer von Häusern in Sachen Heizöl auf dem Trockenen sitzen: Ihre Öl-Tanks sind leer.

„Wir müssen jeden Tag vier bis fünf Notbetankungen vornehmen“, sagt beispielsweise Dieter Wolf, der Heizöl-Disponent bei der Frankenberger Firma Balzer. „Notbetankungen sind gang und gäbe“, bestätigt auch sein Kollege Karl-Heinz Theiß von Raiffeisen in Frankenberg.

Einige Kunden seien sogar schon mit dem 20-Liter-Kanister gekommen, um zumindest eine kleine Ration Heizöl mitnehmen zu können, berichtet Theiß der HNA: „Diese Kunden hatten im Herbst darauf spekuliert, dass der Heizöl-Preis im Frühjahr wieder sinkt – und hatten deshalb zu sparsam getankt.“ Derzeit werden bei den Lieferungen Notbetankungen vorrangig ausgeführt: „Damit wegen der Kälte nicht auch noch die Leitungen einfrieren“, erläutert Dieter Wolf.

Kunden müssten bei einer Abnahme von 3000 Litern in diesen Tagen mit einem Preis um die 93 Cent brutto pro Liter rechnen. Auf billigeres Öl zu spekulieren, empfehlen die Experten nicht.

Quelle: HNA

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