Frankenberg

Herzspezialisten aus ganz Deutschland bilden sich im Kreiskrankenhaus fort

- Frankenberg (sin). Aus weiten Teilen Deutschlands reisten am Samstag Herzspezialisten an, um an einer kardiologischen Fortbildung im Kreiskrankenhaus teilzunehmen.

Während der Fortbildung wurden Livebilder aus dem Herzkatheterlabor auf eine Leinwand in der Kantine des Kreiskrankenhauses übertragen. Die Ärzte verfolgten insgesamt drei Untersuchungen, die Dr. Andreas Utech vom Ambulanten Herzzentrum in Kassel kommentierte.

Bei einem Herzkatheter führt der Arzt einen dünnen Kunststoffschlauch in die Herzkranzgefäße des Patienten ein. Dabei kann der Druck in den Herzkammern und den Herzgefäßen gemessen oder auch ein Kontrastmittel eingespritzt werden. Die Gefäßstrukturen sind auf einem Monitor zu sehen. Der Herzkatheter ist somit eine moderne Methode zur Untersuchung der Leistungsfähigkeit des Herzens und zur Darstellung von Tumoren und Herzfehlern. Außerdem sind zahlreiche Behandlungen an einen Herzkatheter gekoppelt, zum Beispiel die Aufweitung oder Verödung von Gefäßen.

Diese Behandlungsmethode und die damit zusammenhängenden Krankheitsbilder standen im Mittelpunkt der Fortbildung für Kardiologen. Dr. Boris Schmidt und Prof. Detlef Mathey aus Hamburg sowie Professor Horst Sievert aus Frankfurt hielten Vorträge. Schmidt führte seinen Kollegen die Vorzüge einer Katheterablation, also der Verödung von Gewebe gegenüber einer medikamentösen Therapie vor Augen. Sterberate und Häufigkeit unerwünschter Ereignisse lägen bei der Katheterablation niedriger, sagte er.

Der Frankenberger Chefarzt Dr. Harald Schmid betonte in seiner Begrüßung, wie wichtig das eigene Herzkatheterlabor für das Kreiskrankenhaus sei. Seit Inbetriebnahme im Februar wurden dort rund 270 Patienten untersucht. Bisher waren diese Behandlungen nur in Kassel oder Marburg möglich. Den Patienten würde nun der Transport gespart.

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