Frankenberg

Herzwoche startet mit großem Andrang

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- Frankenberg (pk). Mit einem Vortrag über Bluthochdruck und seine Folgen startete die Herzwoche am Dienstag. Vor 150 Zuhörern stellte Dr. Harald Schmid neueste Behandlungsmethoden vor.


Die zwölfte Herzwoche eröffnete Dr. Harald Schmid, Chefarzt für innere Medizin im Kreiskrankenhaus, mit einem Vortrag über 
Bluthochdruck und Herzerkrankungen. „Jeder dritte Deutsche hat erhöhten Blutdruck“, erklärte­ Schmid den rund 150 Zuhörern in der Ederberglandhalle.­

Unter 
den Menschen, die älter als 60 sind, habe sogar jeder Zweite Bluthochdruck. „Aber nur jeder zweite Deutsche kennt seinen Blutdruck. Das ist purer Leichtsinn.“ Denn Bluthochdruck sei der häufigste Grund für eine Einweisung in die Klinik, Herzschwäche oder Schlaganfälle können die Folge der Erkrankung sein. Ab 40 solle daher einmal jährlich der Blutdruck beim Arzt kontrolliert werden, ab 50 zweimal im Jahr. Ein optimaler Blutdruck liegt laut Schmid bei 120/80 mmHg. Bluthochdruck beginne bei 140/90. Menschen, die älter als 80 sind, brauchen ihren Blutdruck nur unter 150 zu senken. Bei bestimmten Herz- oder Nierenschäden und Diabetes müsse der Wert allerdings unter 130 liegen.

In 95 Prozent aller Fälle sei der Bluthochdruck eine eigenständige Erkrankung. Nicht nur erbliche Anlagen, sondern vor allem der Lebensstil habe großen­ Einfluss. „Meistens reicht es schon, den Lebensstil zu ändern, um den Blutdruck zu senken“, erläuterte der Chefarzt. Konkret bedeute dies, sein Gewicht zu kontrollieren und auf gesunde Ernährung zu achten: „Sie sollten Abstand von rotem Fleisch – also Schwein und Rind – nehmen. Und weniger Kochsalz zu sich nehmen.“ Wenig Alkohol, kein Nikotin, Stressbewältigung und viel Bewegung seien ebenfalls wichtig. Manchmal helfen jedoch weder ein gesunder Lebensstil noch Medikamente. Schmid stellte für diesen Fall ein neues Therapieverfahren vor, das bereits beginne, sich zu etablieren. Dabei werden die Nerven in den Nierenarterien verödet.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 24. November.

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