Pilz setzt Bäumen zu

Hessen-Mobil will 500 kranke Eschen fällen

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Eschentriebsterben: Über die Fällung von Eschen an Straßen in Waldeck-Frankenberg und den Pilz, der das Baumsterben verursacht, informierten die Vertreter von Hessen-Mobil (von links) Horst Sinemus, Volker Schlia, Steffen Bamberger und Harry Kirschner an der B 236 zwischen Osterfeld und Bromskirchen.

Waldeck-Frankenberg. Ein Pilz hat rund 500 Eschen in Waldeck-Frankenberg so stark geschädigt, dass sie gefällt werden müssen.

„Das ist schon ein starker Eingriff in das öffentliche Erscheinungsbild, wenn nach und nach 500 Eschen an Bundes-Landes- und Kreisstraße in Waldeck-Frankenberg gefällt werden“, sagt Horst Sinemus, Pressesprecher von Hessen-Mobil unumwunden. „Aber es muss leider sein“. Grund ist das sogenannte Eschentriebsterben: Ein Pilz setzte den Eschen so zu, dass sie brüchig werden und die Verkehrssicherheit gefährden.

In einer ersten Aktion fällt das Straßen- und Verkehrsmanagement deshalb mit eigenen Kräften und Fremdfirmen zunächst die rund 80 am meisten beschädigten Eschen im Landkreis. Auftakt war am Montag der Straßenabschnitt an der B 236 zwischen Allendorf-Eder und Bromskirchen. Ab kommender Woche bis Monatsende werden auch Fällungen im Kreisteil Waldeck erfolgen.

Am meisten betroffen sind die Bäume in engen, feuchten Tälern, in die wenig Sonne und Wind kommt. Da kann sich der Erreger des Eschentriebsterben, der laut Pressesprecher auf asiatischen Eschen nach Europa eingeschleppt wurde, gut ausbreiten. Er greife die Bäume so stark an, dass sie absterben.

„Da kann man nichts machen“, sagt Volker Schlia, der bei Hessen-Mobil für die Eschenfällungen zuständig ist. Seinen Angaben nach kam der Pilz aus Richtung Nordrhein-Westfalen nach Hessen. Waldeck-Frankenberg ist in Hessen die meist betroffene Region. Vereinzelt verbreite sich der Pilz aber auch schon in den Nachbarkreisen aus.

Upland schwer betroffen 

Anhand einer Karte erläutert der Leiter der Straßenmeisterei Frankenberg, Harry Kirschner, wo demnächst Eschen gefällt werden, zum Beispiel an der B 253 bei Eifa, der Landesstraße zwischen Holzhausen und Hatzfeld, im Raum Buchenberg und Vöhl. Ein Schwerpunkt bilden verschiedene Gebiete im Upland.

Weitere Informationen zum Eschentriebsterben, zu den Kosten der Fällung und dem Stand der Frage der Ersatzbepflanzung lesen Sie in den gedruckten Dienstagausgaben der HNA Waldecker und Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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