Hessische Rapsblütenkönigin im HNA-Interview

Römershausen. Carolin Schmidtmann aus Haina-Römershausen ist seit einem Jahr Hessische Rapsblütenkönigin. Im HNA-Interview erzählt sie, wie zeitaufwändig es ist, so ein Amt zu bekleiden.

Dafür sei jeder Termin ein „kleines Highlight“. Durch ihre öffentlichen Auftritte hat Carolin Schmidtmann mehr Selbstbewusstsein bekommen.

Und sie hat bei ihrer Aufgabe als Königin festgestellt: Lächeln allein reicht nicht. Man muss auch mit Fakten überzeugen.

Frau Schmidtmann, nun ist das erste Jahr Ihrer zweijährigen Amtszeit vorbei. Wie haben Sie dieses Jahr erlebt?

Schmidtmann: Das erste Jahr war aufregend. Man kommt so viel herum, lernt viele Leute kennen und hat tolle Erlebnisse. Schon die Inthronisierung im Juni 2012 in Darmstadt war ein Highlight. Da war ich total aufgeregt, weil so viel Prominenz da war, Bundesministerin Aigner zum Beispiel oder die hessische Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich. Seitdem ist eigentlich jeder der Termine ein kleines Highlight, auf das ich mich freue.

Was sind denn das für Termine, zu denen Sie als Rapsrepräsentantin gehen?

Schmidtmann: Ich war zum Beispiel auf dem Hoffest in Gemünden, beim Kram- und Viehmarkt in Bad Arolsen und natürlich auf der Grünen Woche in Berlin. Das macht viel Spaß, die Leute dort sind immer total herzlich. Ein echter Höhepunkt war die Erntekroneübergabe im Französischen Dom in Berlin. Dort habe ich den Bundespräsidenten getroffen. Wir konnten ein bisschen Smalltalk halten, und ich habe ihm eine Flasche hessisches Rapsöl überreicht. Schön war auch der hessische Grundschultag in Dreieich. Dort möchte man Kindern aus der Stadt vermitteln, woher das stammt, was täglich auf den Tisch kommt. Oft sind es eher repräsentative Termine wie Eröffnungen, Messen oder Feste. Es gehört aber meist ein Grußwort dazu. Ich habe bei den Landfrauen auch mal einen Vortrag über Rapsöl gehalten. Man muss also etwas Sinnvolles erzählen können. Nur lächeln reicht nicht.

Neben Ihrem Amt als Hessische Rapsblütenkönigin sind Sie Vorsitzende der Landjugend Haubern. Sie haben einen Vollzeitjob und jede Menge Hobbys. Wie lässt sich das zeitlich unter einen Hut bringen?

Schmidtmann: Ich bin generell ein aktiver Mensch. Als ich das Amt angenommen habe, war mir bewusst, dass andere Sachen erst einmal zurückstehen müssen. Der Vorsitz der Landjugend nimmt zwar viel Zeit in Anspruch, aber da hilft mir das Vorstandsteam. Der Aufwand als Königin lässt sich nicht pauschal beschreiben. Im März und April war es eher ruhig. Jetzt zur Rapsblüte gibt es natürlich viele Termine. Mein Arbeitgeber stellt mich dafür glücklicherweise frei. Ohne die Unterstützung meiner Familie würde ich das aber nicht schaffen. Auch meine Freunde haben Verständnis, wenn ich mal später zu Verabredungen komme. (sib)

Quelle: HNA

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