Geismar

Hieroglyphen, Gebärden und „S’mores“

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- Frankenberg-Geismar (beu). Beim jährlichen Zeltlager der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Frankenberg in Geismar ging es am Dienstag hoch her. In verschiedenen Interessengruppen probierten die Kinder allerhand Neues aus.

Unter dem Motto „Ägypten“ findet in diesem Jahr das Zeltlager der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Frankenberg statt – und das zeigt sich schon im Aufbau des Camps. Besonders auffallend ist der ägyptische Tempel, der in der Mitte des Camps thront. Sogar ein selbst gebautes „Grabmal des Pharao“ können die Kinder erklimmen.

Aber auch in den kleinen Interessengruppen findet sich das Thema wieder: In diesen Kleingruppen lernen die 97 Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren unter anderem ägyptische Hieroglyphen kennen oder backen in der Küche ägyptische Pfannkuchen. Erlebnispädagoge Dominik Masche bereitet mit den Kindern zusammen den Teig vor, den sie auf Granitsteinen direkt im Feuer backen und mit Obst belegen.

Auch ägyptische Masken gestalten die kreativen Betreuer mit den Kindern. „Es ist Wahnsinn, was die Kinder alles hinbekommen, wenn man sie einfach mal ausprobieren lässt und ihnen was zutraut“, sagt Timo Garthe, einer der Campleiter, lachend, während im Hintergrund eine Gruppe Figuren aus weichen Ytong-Steinen sägt und diese bunt bemalt. Im großen Gemeinschaftszelt hat sich Rebekka Werner mit einer Gruppe eingefunden und bringt den Kindern spielerisch die Gebärdensprache näher.

Die Kinder sind in vier Gruppen eingeteilt, die in je vier Zelten übernachten. Verbunden sind sie durch eine Feuerstelle in der Mitte. Die verschiedenen Gruppen tragen Kampfnamen wie „Blue Scorpions“ oder „Red Bulls“ und treten in vielen Spielen gegeneinander an. Die Kinder müssen im Zeltlager verschiedene Aufgaben übernehmen, vom Spülen bis hin zum Toilettenreinigen. Ein besonders beliebtes Amt ist dabei die Nachtwache, die in drei Schichten die ganze Nacht über ausgeübt wird, „besonders, weil die Kinder so die Nachtruhe umgehen können, die sonst um 23 Uhr beginnt“, fügt Garthe schmunzelnd hinzu.

Für den Abend sind „S’mores“ geplant: Marshmallows, die über dem Lagerfeuer goldbraun geröstet werden und dann mit Schokolade zwischen zwei Keksen gegessen werden. Auch ein Krankenzelt, in dem kleinere „Wehwehchen“ behandelt werden, darf im Lager nicht fehlen. Aber das komme nicht oft vor, versichern die Betreuer. „Die Stimmung im Lager ist auf jeden Fall das genaue Gegenteil von schlecht.“

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 4. August.

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