Kirchengemeinde stellt die mit 510 000 Euro veranschlagte Sanierung vor

Hilfe für geschädigten Turm der Frankenberger Liebfrauenkirche 

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Die Finanzierung ist gesichert: An der Frankenberger Liebfrauenkirche stellten (von links) Architekt Johann Heinrich Berghöfer, die Kirchenvorstandsmitglieder Wilfried Koch und Helmut Schomann, die Bundestagsabgeordneten Bernd Siebert (CDU) und Dr. Edgar Franke (SPD), dahinter Pfarrer Christoph Holland-Letz und Dekanin Petra Hegmann die geplante Turmsanierung vor.

Frankenberg. Der Bewilligungsbescheid ist bereits da, die mit 510 000 Euro vorveranschlagte Sanierung des Kirchturms der gotischen Frankenberger Liebfrauenkirche kann 2018 beginnen.

Die Bundesregierung wird diese Maßnahme an dem ausgewiesenen Baudenkmal von nationaler Bedeutung mit 240 000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm bezuschussen.

„Das ist für uns angesichts dieses mächtigen Sanierungsschritts ein großer Grund zur Freude“, sagt Christoph Holland-Letz, baubetreuender Pfarrer des evangelischen Gesamtverbandes Frankenberg-Schreufa.

Gemeinsam mit Architekt Johann Heinrich Berghöfer (Münchhausen), Kirchenvorstandsmitgliedern und Dekanin Petra Hegmann stellte er vor kurzem das Projekt der Presse vor. Er richtete dabei den Dank der Kirchengemeinde auch ganz persönlich an die beiden angereisten Bundestagsabgeordneten Dr. Edgar Franke (SPD) und Bernd Siebert (CDU), die sich in den vergangenen Jahren sowohl bei Besuchen vor Ort wie auch in den Fachausschüssen in Berlin für die Sanierung des Frankenberger Baudenkmals eingesetzt hätten, wie Holland-Letz hervorhob.

Neben diesen Bundesmitteln erwartet die Kirchengemeinde Frankenberg eine Beihilfe durch das hessische Landesdenkmalamt in Höhe von 60 000 Euro. Die Landeskirche fördert die Turmsanierung „mit erfreulichen 100 000 Euro“, so Pfarrer Holland-Letz. Knapp 50 000 Euro sollen einer Rücklage aus den Zinsen der Ablösesumme der Stadt Frankenberg für die frühere Kirchenbaulast entnommen werden. Durch das freiwillige Kirchgeld und durch weitere Spenden seien bereits fast 20 000 Euro gesammelt worden.

„Es fehlen also noch 40 000 Euro“, erklärte Holland-Letz. „Wir vertrauen darauf, dass die Frankenberger Bürger in ihrer sehr berührenden Verbundenheit mit der Liebfrauenkirche diesen Betrag durch Spenden aufbringen werden.“

Bereits seit Frühsommer 2014 schützt ein Sicherungsgerüst über dem Turmeingang die Besucher, nachdem Sandstein-Abschalungen an der Turmfassade aufgesprungen und im Portalbereich heruntergefallen waren. Nachdem nun alle Fördermittel bereitstehen, wird das Büro für Bauplanung Berghöfer jetzt mit der Kartierung der konkreten Schäden an dem Turmbauwerk beginnen, wobei unter anderem eine Fotodrohne eingesetzt werden soll. „Im Februar werden wir das Gerüst aufbauen, fertig sein müssen wir Ende September 2018“, kündigte Architekt Berghöfer an. Die Fachbauleitung wird der bereits mit der Liebfrauenkirche vertraute Diplom-Restaurator Sven Raecke (Erfurt) haben.

Mehr zu den Schäden am Kirchturm der Liebfrauenkirche und die  Spendenaktion lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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