Lastwagen bringen Hilfsgüter in den Raum Ahrweiler

Hilfstransport für Hochwasser-Opfer: Spendenbereitschaft in Allendorf ist enorm

Umladen von Hilfsgütern für das Hochwassergebiet Ahrweiler: (von links) Nicole Steinhof, Gemeindebrandinspektor Horst Huhn, Florian Dauber und der Initiator der Hilfsaktion, Matthias Kinkel.
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Umladen von Hilfsgütern für das Hochwassergebiet Ahrweiler: (von links) Nicole Steinhof, Gemeindebrandinspektor Horst Huhn, Florian Dauber und der Initiator der Hilfsaktion, Matthias Kinkel.

Die Resonanz auf den Aufruf des Allendorfer Fuhrunternehmers Matthias Kinkel, Hilfsgüter für die Hochwasseropfer im Raum Ahrweiler zu spenden, ist enorm: „75 Tonnen haben wir schon“, sagte Kinkel am Freitagnachmittag. Da war aber erst eine Stunde für die Abgabe der Hilfsgüter am Allendorfer Bauhof vorbei.

Allendorf/Eder - Zusammen mit der Allendorfer Feuerwehr hatte Bauhofleiter und Gemeindebrandinspektor Horst Huhn den Ablauf perfektioniert: Die Fahrzeughallen der Feuerwehr waren leer geräumt, die Einsatzfahrzeuge standen hinter dem Stützpunkt parat. In den Hallen wurden die angelieferten Hilfsgüter von gut 50 Helfern ausgepackt und „sortenrein“ auf Paletten verteilt, die dann mit einer Folie verpackt und beschriftet wurden: Hier Konserven, dort Hygieneartikel, auf weiteren Paletten Tiernahrung, Getränke, Verbandsmaterial und vieles mehr.

Feuerwehrleute wiesen die ankommenden Fahrzeuge ein, gemeinsam wurde ausgeladen, umgepackt und die fertigen Paletten mit Gabelstaplern auf bereit stehende Lastwagen verfrachtet. Mittendrin und für alle immer ansprechbar: Fuhrunternehmer Matthias Kinkel und Bauhofleiter Horst Huhn. Alles ging schön der Reihe nach, ohne Stau und lange Wartezeiten.

Nur drei Stunden geschlafen

Vor lauter Aufregung habe er in der vergangenen Nacht nur drei Stunden geschlafen, berichtete Matthias Kinkel der HNA. „Ich habe mich immer wieder gefragt: Hast du auch an alles gedacht?“

Die meisten Hilfsgüter aus Allendorf werden mit mehreren Lastwagen nach Palmersheim bei Euskirchen gebracht. „Der Rest geht ins Haribo-Zentrallager nach Grafschaft“, berichtete Matthias Kinkel. „Von dort werden die Sachen dann von der Bundeswehr weiter verteilt.“

Mit dem Deutschen Roten Kreuz in Aachen hat Matthias Kinkel einen zentralen Ansprechpartner. Der Allendorfer Fuhrunternehmer will persönlich dafür sorgen, das die Hilfsmittel auch sicher im Katastrophengebiet ankommen.

„Die Spendenbereitschaft ist überwältigend“, erklärte Kinkel. Allein die Kunden des Edeka-Marktes Welker aus Battenberg hätten „neun Paletten“ mit Gütern gespendet, der Rewe-Markt Fichna kaum weniger.

Schaufeln, Spitzhacken, Schubkarren

Schaufeln, Spitzhacken und Schubkarren habe Geschäftsführer Michael Lay vom Baugeschäft Balzer gespendet. Und sogar noch zusätzlich einen Lkw für den Transport bereitgestellt. Auch Aggregate, Pumpen und Arbeitshandschuhe wurden gespendet. Die Firma MMH aus Laisa stellte einen Lkw bereit.

Dankbar ist Matthias Kinkel auch den heimischen Unternehmern Andreas Becker und Maike Bienhaus-Blaschke, die „auf die Schnelle“ noch 70 Schilder mit der Aufschrift „Hilfskonvoi“ druckten. „Sonst wären wir gar nicht bis ans Ziel gekommen“, sagt Kinkel.

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