Historiker erinnerten auf dem Christenberg an Großgrabung von 1964 bis 1970

Karolingisches Südtor der Kesterburg: Zeitzeuge Walter Holzapfel (Mitte bei Mauerresten) schilderte eigene Erlebnisse bei der Ausgrabung der Verteidigungswälle auf dem Christenberg vor 50 Jahren. Im Hintergrund sieht man die Martinskirche. Fotos: Völker

Burgwald/Münchhausen. Als einen „Meilenstein für die Forschung der Latène- und der Karolingerzeit in Hessen“ bezeichnete Dr. Andreas Thiedmann, Marburger Bezirksdenkmalpfleger, auf dem Christenberg im Burgwald das Grabungsprojekt, das dort vor genau 50 Jahren begann und seitdem diesen historischen Ort über Hessen hinaus berühmt gemacht hat.

Sein Vorgänger Dr. Rolf Gensen (1927-2010) hatte am 31. August 1964 den ersten Spatenstich vollzogen - jetzt trafen sich deshalb die letzten Zeitzeugen, Ortshistoriker und Vertreter der Gemeinde Münchhausen zu einem gemeinsamen Rückblick auf ein halbes Jahrhundert.

Dr. Thiedmann, der ab 1997 in Marburg einen großen Teil der Keramikfunde vom Christenberg für die Landesarchäologie wissenschaftlich ausgewertet hat, würdigte dabei die Verdienste von Rolf Gensen, für den die fünf Jahre dauernde Grabung auf dem Christenberg „die wichtigste und liebste seines Lebens“ gewesen sei.

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Von Karl-Hermann Völker

Quelle: HNA

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