Oldtimerschlepper-Freunde hatten eingeladen

Historischer Feldtag lockte die Massen nach Rosenthal

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Fachgespräch: (von links) Harald Möscheid erläutertr Marcus und Hannes Krug aus Zierenberg den zehn Pferdestärke starken Mähbinder-Schlepperzug Baujahr 1957.  

Rosenthal. Traktoren so weit das Auge reicht: blaue Eicher oder Hanomag, rote Güldner oder Same und grüne Deutz oder Fendt. Ein beeindruckendes Bild boten die nahezu 500 Schlepper am Sonntag beim ersten „Historischen Feldtag“, den die Oldtimerschlepper-Freunde Rosenthal ausgerichtet haben.

Viele Oldtimerfreunde waren bereits am Vortag angereist, um sich von der langen Anfahrt zu erholen und den Feldtag genießen zu können.

Unter der Vielzahl der Schlepperfreunde waren auch Martin Huber und sein Großvater Josef aus Vilsbiburg in Niederbayern. Der Senior steuerte einen 78 Jahre alten A20 Güldner, der genauso alt ist wie er selbst. Martin präsentierte so allerhand Aktivitäten mit seinem in früheren Jahren in Willingen aktiv genutzten Güldner F45 Rückeschlepper mit Luftkühlung, von denen nur noch vier Stück existieren und der heute in seinem Museum in Niederbayern ausgestellt ist. Die Güldner-Gemeinschaft, eine Gruppe Männer aus Deutschland und den Niederlanden, hatte beim Zuschauen ihre Freude.

Die Schlepperfreunde aus dem Wohratal waren kaum angekommen, da wurde der historische Ackerpflug angehängt und die erste Furche gezogen. Viele hundert Zuschauer säumten dabei die Wege zum Feld. Begeisterung auf ganzer Linie.

An anderer Stelle, direkt neben den Reihen der wie auf Perlenschnüren aufgereihten Traktoren, konnten sich die Interessierten im Geschicklichkeitsfahren beweisen: So schnell wie möglich musste ein mit schwarzen Tonnen markierter Parcours durchquert werden. Und das mit Schlepper inklusive Anhänger. Kein leichtes Unterfangen, wie sich herausstellte. Für Heiko Waßmuth aus Rosenthal blieb die Uhr zum Beispiel bei 1:28 Minuten stehen.

Hobbyschmied Martin Narkowski aus Basdorf erläuterte die Tätigkeiten der Schmiedearbeit. 1000 Grad im Schmiedefeuer und stets die Zuschauer im Blick, zeigte er, wie er diese Kunst beherrscht.

Auf dem Galgenberg: Rund 500 Schlepper nahmen am Feldtag in Rosenthal teil.

Viele Schlepperfreunde hatten auch ihre historischen Erntegeräte mitgebracht. Von der Dreschmaschine über den Leiterwagen bis zum Gabelwender aus den 1960ern war alles dabei. So war der Nachmittag gefüllt mit interessanten Gesprächen, Mitmachaktionen, Hügelfahren und sogar Hubschrauberrundflügen.

Im großen Festzelt, das bereits am Vorabend beim Oldieabend gut gefüllt war, gab es Kaffee und Kuchen und allerlei Wurstwaren vom Hausmetzger Mersch’ Worschtkeller aus Rosenthal. Eis von Damms Hof aus Rauschenberg und deftige Speisen bot Familie Möller aus Kleinseelheim.

„Mit nahezu 2500 Gästen hätten wir nicht gerechnet. Die Resonanz ist heute überwältigend, genauso super, wie uns die Rosenthaler bei den umfänglichen Vorbereitungen unterstützt haben“, sagten die Oldtimer-Schlepperfreunde Rosenthals – das sind Manfred Salzmann, Harald Möscheid, Stefan Kreis, Frank Wittenborn, Karl-Ludwig Ruckert, Hans Waßmuth, Otfried Vaupel, Wilfried Happel, Wilhelm Klingelhöfer, Gerhard Koch und Helmut Lerch (Senior). (zoh)

Quelle: HNA

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