Ansturm auf Elektromärkte – Getränkeumsatz hoch

Hitze: Ventilatoren kaum noch zu haben

Waldeck-Frankenberg. Die Hitzewelle lässt den Bedarf an Wasser und kühlen Räumen steigen: Im Getränkehandel gibt es bisher zwar keine Engpässe. Wer hingegen einen Ventilator kaufen will, ist zu spät dran.

Ventilatoren und Klimageräte sind nahezu ausverkauft. „Auf diese große Nachfrage war die Industrie nicht vorbereitet“, sagt Michael Jilg vom Herkules-Technikpartner in Frankenberg. Klimageräte seien noch wenige auf Lager, Ventilatoren könnten vielleicht in einigen Wochen wieder zu haben sein, sagt Jilg.

Bei Elektro-Jonietz in Frankenberg sind die Ventilatoren ebenfalls längst ausverkauft. „Die Nachfrage ist weiterhin groß, aber der Großhandel kann momentan nicht liefern“, sagt Verkäuferin Susanne Trost. Dies bestätigt auch Karl Kroppen vom Elektro-Großhandel Kroppen in Korbach: „In diesem Jahr werden wohl gar keine Ventilatoren mehr lieferbar sein.“

Um solche Lieferengpässe zu verhindern, hat die Getränkeindustrie auf die Hitzewelle reagiert: Derzeit werde auf das zeitintensive Umstellen der Maschinen verzichtet und lediglich die Hauptprodukte abgefüllt, erklärt Christian Kempel, Mitarbeiter der Getränke Industrie Mittelhessen. „Die Sortenvielfalt ist so zwar kleiner, aber Engpässe werden vermieden“, sagt er. So kann sich der Getränkehandel ungetrübt über die hitzebedingten Umsatzsteigerungen freuen. „Ich verkaufe derzeit das Doppelte“, sagt Manfred Schwebel-Schmitt vom Frankenberger Edeka-Mark Schwebel.

Vor allem Wasser und Limonaden würden mehr gekauft, bei alkoholischen Getränken seien die Zahlen normal. Auch Jörg Heinemann von Getränke-Heinemann in Battenberg freut sich über ordentliche Umsatzsteigerungen. „Die Leute nehmen wesentlich mehr mit pro Einkauf“, sagt er. Vor allem Familien würden so viel kaufen, wie die Ladeffläche des Autos hergebe. (dir)

Quelle: HNA

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