HNA-Serie "725 Jahre Liebfrauenkirche Frankenberg"

Kirche im Zentrum der Stadt: Für den Chronisten und Priester Wigand Gerstenberg war die Kirche „Unserer Lieben Frauen“ Mittelpunkt des religiösen und sozialen Lebens der Stadt. Durch die engen Gassen führten alle Prozessionen, Wallfahrten und Pilgerzüge von ihr und zu ihr hin. Im Hintergrund ist die noch unzerstörte Burg zu erkenne

Frankenberg. Als 1286 das neue Kirchenbauwerk in Frankenberg zu wachsen begann, mussten dafür zusätzliche Geldquellen erschlossen werden. Drei große Ablassfeste wurden eingerichtet, von denen zwei im Juni und eines am St. Sebastianstag im Januar Besucherströme anlocken sollten.

Im Sommer pflegten dann die Bürger „ihre Häuser mit Maien, Blumen und schönen Tüchern zu schmücken und alle Gassen vorher gar schön zu machen, zu waschen und mit Blumen zu bestreuen“, berichtet Chronist Wigand Gerstenberg.

Die Stadt erwartete regelmäßig hohen Landesbesuch mit zusätzlichen Sicherheitskräften: „Dazu kam alle Jahre Landgraf Heinrich oder er schickte seine Diener nach Frankenberg, um in vollem Harnisch umherzureiten…, damit kein Unfug geschehe.“

Auch die anderen Fürsten entsandten in den folgenden Jahrzehnten ihre gerüsteten Diener „mit Trompetern und Pfeifern“. Am 1.7.1425 kam zum Ablasstag Landgraf Ludwig I. selbst mit 20 Freunden nach Frankenberg, berichtet Gerstenberg.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare