Hochbehälter-Sanierung: Diskussion um Kunststoff-Verkleidung

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Sanierungsbedürftig: Der Hochbehälter in Roda muss eine neue Innenverkleidung bekommen – nur das Material ist noch offen.

Rosenthal/Roda. Soll der Innenraum des Wasser-Hochbehälters in Roda mit Kunststoff-Platten aus Polyethylen (PE) ausgekleidet werden? Diese Frage müssen nun die Parlamentsausschüsse beantworten.

Der Magistrat hatte diese Variante vorgeschlagen und eine Sanierung mit Edelstahl aus Kostengründen verworfen. Doch in der Stadtverordneten-Versammlung am Montagabend kamen – vor allem von Rodaer Seite – Bedenken gegen den Kunststoff.

Nicole Kahler von der Bürgerliste, gleichzeitig Ortsvorsteherin in Roda, verwies auf gesundheitliche Risiken, die bestehen könnten, wenn das Wasser im Hochbehälter längere Zeit mit den PE-Platten in Berührung komme. Sie habe gelesen, dass das auch bei Getränkeflaschen aus Kunststoff so sein könne, wenn die Flüssigkeit zu lange in der Flasche stehe. „Und PE ist nicht geschmacksneutral“, meinte Horst Balzer (Bürgerliste).

Für 50 Jahre kalkuliert

Bürgermeister Hans Waßmuth informierte die Stadtverordneten, dass die vorgesehenen PE-Platten die wasserrechtliche Zulassung hätten und ihre Beständigkeit für 50 Jahre kalkuliert sei. Und Klaus Schleiter (CDU) erinnerte daran, dass der Planer der Hochbehälter-Sanierung keine Bedenken wegen gesundheitlicher Risiken habe.

Dennoch entschieden sich die Stadtverordneten einstimmig, das Thema und die Wahl des Materials nochmal im Haupt- und Finanzausschuss und im Bauausschuss zu besprechen. Dann sollen der Planer und eine Fachfirma, die solche Platten verarbeitet, hinzukommen. Gleichzeitig wurde die Zuschlagsfrist verlängert, denn die Stadt hatte die Bauarbeiten schon ausgeschrieben und bereits vier Angebote erhalten.

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Quelle: HNA

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