Stammtisch der Motorrad-Klassiker feierte zehnjähriges Bestehen mit Ausstellung

Hochglanz auf Rädern

Obenauf: Kim und Rica Lauer machen es sich auf der alten BMW bequem.

Gemünden. Die Besucherzahlen der Motorradklassiker-Ausstellung in Gemünden übertrafen die Erwartungen der Veranstalter bei weitem. Spätsommerlicher Sonnenschein und blauer Himmel lockten mehrere hundert Gäste, die am vergangenen Wochenende beide Tage nutzten, um sich die Vielzahl der „alten Schätzchen“ genauer anzusehen.

Von der BMW über Zündapp bis zur Cotton, NSU oder Bismarck – viele waren dabei. Motorräder der Baujahre 1927 bis 2008 konnten bestaunt werden. Glänzendes Schwarz und blitzendes Chrom ließen die Senioren unter den Maschinen erstrahlen. Auf Hochglanz poliert standen sie im Saal des Hessischen Hofs und erfreuten die Zweiradfans ebenso wie ihre Besitzer.

Der Stammtisch der Motorradklassiker Gemünden hatte zu seinem zehnjährigen Bestehen mal wieder eine Ausstellung organisiert. Anhand von weit mehr als 60 motorisierten Zweirädern gaben die Mitglieder einen differenzierten Einblick in die Geschichte der Motorräder und deren Entwicklung.

Der Austausch von Erfahrungen und Informationen stand dabei für die Hobbybastler an erster Stelle. Auch auf dem Außengelände der Gaststätte waren einige wertvolle Zwei- und Vierräder ausgestellt.

Das Versehrten-Fahrzeug DUO4 der Firma Louis Krause aus Leipzig mit 3,6 PS war ein echter Hingucker am Nachmittag. Der Besitzer Jens Neuhaus aus Gemünden erläuterte das Behindertenfahrzeug detailliert. „Lenken, bremsen und schalten funktioniert alles per Hand. Eine Kupplung gibt es nicht“, erklärte er.

Dieses Fahrzeug habe es in der ehemaligen DDR auf Krankenschein gegeben. Im Jahr 1970 seien gerade einmal 900 Stück dieser Art gebaut worden, erzählte der Nostalgiefan weiter. In der Nachbarschaft war am Wochenende auch ein alter Jaguar zu sehen. Dr. Klaus Uffelmann hatte ihn für die Ausstellung zur Verfügung gestellt.

Besonders ansehnlich war neben der ältesten Maschine, einer Cotton von Hans Sieke aus Schmittlotheim, eine Rixe. Diese wurde in den 1950er-Jahren von der Gemeindeschwester in Sehlen gefahren. Hermann Stork aus Gemünden ist nun seit vielen Jahren Besitzer dieses außergewöhnlichen Zweirades. (zoh)

Quelle: HNA

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