Hainaer Ausschüsse beraten über Sanierung von acht Dorfgemeinschaftshäusern

Hohe Kosten, wenige Nutzer, große Bedeutung

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Haina (Kloster) - Die Bürgerhäuser in Bockendorf und Oberholzhausen zu schließen – diese Möglichkeit regt das Architekturbüro Roth an. Bürgermeister Rudolf Backhaus schließt das kategorisch aus. Doch in welche Bürgerhäuser sollte die Gemeinde investieren? Und wie viel?

Haina ist eine der Gemeinden mit den meisten Ortsteilen, aber den geringsten Einnahmen. Immer wieder stellt das die Verwaltung vor Herausforderungen, etwa beim Kanal- und Straßenbau. Ein großer Kostenfaktor ist die Unterhaltung der Bürger- und Dorfgemeinschaftshäuser. Und bei den teils alten Gebäuden besteht erheblicher Sanierungsbedarf. Die Gemeinde hatte das Architekturbüro Roth aus Battenberg beauftragt, die Gebäude zu begutachten. Das Ergebnis ist eine Liste mit Sanierungsvorschlägen an acht der neun Gebäude – einzig an der Alten Schule in Battenhausen hat das Architekturbüro keine Mängel gefunden. Die Gesamtkosten beziffert das Büro auf 1,061 Million Euro brutto. Für die Gebäude in Oberholzhausen und Bockendorf empfiehlt Roth, über eine Schließung nachzudenken, weil der Allgemeinzustand der Häuser nicht mehr zeitgemäß sei. Nicht berücksichtigt hat das Büro dabei, dass beide auch von den Feuerwehren genutzt werden.Die Ergebnisse der Begutachtung diskutierten am Montagabend die Mitglieder des Bau- sowie des Haupt- und Finanzausschusses.

Schnell waren sich die Ausschussmitglieder einig, dass die undichten Dächer und Fenster in Haina, Halgehausen und Oberholzhausen erste Priorität haben und schnellstmöglich abgedichtet werden müssen. „Das, was als akuter Instandsetzungsbedarf angegeben ist, müssen wir sofort angehen“, sagte Frank Happel (Haina, BGH).Gerhard Bornscheuer (Haina, SPD) schlug eine Gegenüberstellung von Kosten und Auslastung der Gebäude vor. Er dachte zudem darüber nach, wie die Nutzung der DGHs für die Bürger attraktiver gemacht werden könne, um eine bessere Auslastung zu erreichen.

Die Ausschüsse empfehlen den Gemeindevertretern, den Gemeindevorstand mit dem weiteren Vorgehen zu beauftragen: Dieser soll dafür sorgen, dass die dringendsten Arbeiten – die Reparaturen an den Dächern in Haina, Halgehausen und Oberholzhausen – in den Haushalt für das Jahr 2015 aufgenommen werden. Außerdem soll er die Vorschläge des Architekturbüros Roth durcharbeiten und unnötige Maßnahmen und Ausgaben streichen. Dann soll der Gemeindevorstand ein Sanierungsprogramm für die nächsten drei bis fünf Jahre erstellen.

Am Donnerstag ab 20 Uhr berät die Gemeindevertretung im Heckwaldhaus in Römershausen darüber.

(Von Andrea Pauly)

Mehr Informationen sowie eine Aufstellung der Kosten für die einzelnen Bürgerhäuser lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung am Mittwoch.

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