Projekt für Kunstweg

Holzbildhauer-Symposium in Battenberg eröffnet

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Bei der Eröffnung des Holzbildhauer-Symposiums: (von links) Beat Hodel (Projektleiter Kunstweg), CW Loth aus Freiburg, Rüdiger Heß (Vorsitzender Leader-Region Burgwald-Ederbergland), HWP Diedenhofen, Bürgermeister Christian Klein (Battenberg), Astrid E. Müller, Thomas Putze und Johannes Hepp. 

Battenberg. Fünf Holzbildhauer arbeiten eine Woche lang täglich von 10 bis 18 Uhr an ihren Werken. Die Bevölkerung kann zuschauen und mit den Künstlern ins Gespräch kommen. Das ist das Konzept des Battenberger Holzbildhauer-Symposiums.

„Normalerweise bekommt man bei einer Vernissage fertige Kunstwerke zu sehen. Hier kann man bei der Entstehung von Kunstwerken hautnah dabei sein kann.“

Mit diesen Worten hat Beat Hodel (Frohnhausen) am Montag das Holzbildhauer-Symposium eröffnet, das den Auftakt für den geplanten Battenberger Kunstweg bildet. Auf fünf ehemaligen Bauernhöfen an der Marburger Straße arbeiten die Holzbildhauer Astrid E. Müller (Kassel), CW Loth (Freiburg), Thomas Putze (Stuttgart), HWP Diedenhofen (Neckarzentlingen) und Johannes Hepp (Freiburg) täglich von 10 bis 18 Uhr an ihren Werken, die später ihren Platz entlang des Battenberger Kunstweges finden werden. Der Kunstweg soll einmal alle Ortsteile der alten Bergstadt verbinden.

Battenbergs Bürgermeister Christian Klein erinnerte daran, dass die Idee für den Kunstweg im Rahmen des Projektes Dorfentwicklung „aus der Bevölkerung kam“. Es habe durchaus kontroverse Diskussionen über die Frage gegeben, ob eine kleine Stadt wie Battenberg einen Kunstweg brauche. Diese Frage beantwortete Christian Klein inzwischen mit einem klaren Ja. „Man muss auch mal neue Wege gehen“, sagte Klein. Sein Wunsch ist es, dass „am Ende ein Kunstweg steht, der nicht nur die Stadt Battenberg, sondern die ganze Region bereichert.“

„Wir waren von der Idee sofort angetan“, sagte Rüdiger Heß als Vorsitzender der Leader-Region Burgwald-Ederbergland. „Die Leader-Region übernimmt 100 000 Euro des Kunstweges, bei geschätzten Kosten von 180 000 Euro“, erklärte Sigrid Göbel vom Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises Waldeck-Frankenberg gegenüber der HNA. „Das Konzept wurde im Rahmen der Dorfentwicklung gefördert.“

Sigrid Göbel äußerte sich erfreut darüber, „dass die Gruppe durchgehalten hat“. Damit meinte sie nicht nur die verpflichteten Künstler, sondern vor allem Marlit Peikert und Beat Hodel, die für das Konzept verantwortlich zeichnen, sowie den eigens gegründeten Battenberger Kunstverein mit seiner Vorsitzenden Martina Radke. Schließlich wird seit vielen Jahren über den Battenberger Kunstweg diskutiert; das Holzbildhauer-Symposium kam erst nach vierjähriger Vorbereitungszeit zustande.

Bei der gut besuchten Vernissage zeigten sich die fünf Holzbildhauer locker und gesprächsbereit. In den Räumen der Fahrschule Balzer am „roten Platz“ kann man einige schon fertige Kunstgegenstände bewundern – beispielsweise den „Mann im Schuh“ des erfolgreichen Nachwuchs-Künstlers Johannes Hepp oder die beweglichen Werke von CW Loth, die stets aus einem einzigen Stück gefertigt sind.

Bei der Arbeit zuschauen

Täglich von 10 bis 18 Uhr kann man den Holzbildhauern bei der Arbeit zusehen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Noch besser beim abendlichen „Säge-Hock“ ab 18 Uhr bei einem Snack, einem kühlen Bier oder einem alkoholfreien Getränk.

Quelle: HNA

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