Holzfäller mit Motor: Harvester-Einsatz in Stiftungsforsten Kloster Haina

Noch eine letzte Besprechung, bevor es laut wird: Nils Niemeyer, der Revierförster in Haina (rechts), bespricht mit Florian Dewenter, dem Fahrer des Harvester, welche Bäume als nächstes gefällt werden sollen. Foto: Maier

Haina-Kloster. Es kracht und scheppert in den Stiftungsforsten Kloster Haina. Ein Baum nach dem anderen fällt. Holzfäller in karierten Flanellhemden sucht man aber vergebens. Ein Harvester, eine Maschine, die Bäume absägt und gleich zurechtschneidet, übernimmt die Arbeit.

Ein Harvester sieht aus wie ein großer Bagger – bloß: Statt einer Schaufel hat er mehrere messerscharfe Sägen. Was ihm in den Griff kommt, wird binnen Sekunden klein gemacht. Zwar darf der Fahrer den Giganten nur auf bestimmten Strecken fahren, um den Boden nicht plattzuwalzen. Aber mit seinem zehn Meter langen Greifarm ist dennoch kein Baum vor ihm sicher. Auf sechs riesigen Rädern manövriert er sich durch das Unterholz. Die Luft riecht nach Holzspänen.

„Solche Maschinen werden vor allem bei jüngeren Baumbeständen verwendet“ erklärt Manfred Albus, Forstdirektor in den Stiftungsforsten Kloster Haina. Dort wüchsen die Bäume dichter als in älteren Wäldern. Würde man sie mit der Säge fällen, würden sie an anderen Bäumen hängenbleiben und diese womöglich verletzen.

Der Harvester dagegen sägt den Stamm unten ab und zieht den Baum akkurat herunter. Außerdem könne die Arbeit schneller erledigt werden. Denn ist der Frühling erst einmal da, saugen sich Laubbäume mit Wasser und Nährstoffen voll. „Dann bilden sich Pilze drin, was das Holz natürlich entwertet“, erklärt Albus.

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Quelle: HNA

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