Hopfen wächst prächtig in Dodenau

Werben für das Bierbrauen und den Herbstmarkt: (von links) Rolf Pasler, Manfred Glöser (halb verdeckt), Ortsvorsteher Wolfgang Stein, Christian Benner-Hensel, Reiner Zissel und Werner Benfer. Im Hintergrund das Dodenauer Hopfenfeld. Fotos: Hoffmeister

Dodenau. Hopfen in Dodenau? Viele waren skeptisch, als die Mitglieder des Vereins „825 Jahre“ und freiwillige Helfer im März ein Hopfenfeld am Ortseingang anlegten. Doch die Pflanzen wuchsen aller Kritik zum Trotz. Bald kann sogar das erste Bier gebraut werden.

Damit soll an die 300-jährige Tradition des Bierbrauens erinnert werden. „An dieser windigen Ecke wächst doch nie etwas“, lästerten die einen. Andere vermuteten hinter den großen Holzpfosten und gespannten Drähten eine neue Antenne für besseren Internetempfang.

Alles Quatsch. Inzwischen hat das Team um Manfred Glöser, Rolf Pasler, Wolfgang Stein und Reiner Zissel alle Kritiker verstummen lassen. Denn der Dodenauer Hopfen wächst wie verrückt. Viele haben inzwischen die Hopfendolden bestaunt, die sonst fast ausschließlich in Bayern (Hallertau) wachsen. Ein großes Transparent weist schon auf das letzte Septemberwochenende hin. Dann soll in Dodenau öffentlich Bier gebraut werden. Nach den Köhlerwochen im vergangenen Jahr möchte der Verein „825 Jahre Dodenau“ daran erinnern, dass die Braukunst im Dorf eine über 300-jährige Tradition hat.

Für die im Bierbrauen überwiegend unerfahrenen heutigen Dodenauer gab es viel zu lernen. Zum Beispiel, dass es männliche und weibliche Hopfenpfanzen gibt. „Unser Braumeister Ingo Saßmannshausen hat die männlichen Pflanzen abgeschnitten“, berichtete Manfred Glöser. Als Braumeister weiß Saßmannshausen natürlich ganz genau, dass männliche Hopfenpflanzen den Ertrag an Bierwürze vermindern und den Zeitraum der möglichen Ernte der Hopfen-Dolden einschränken.

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Von Thomas Hoffmeister

Quelle: HNA

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