Hospital der Heiligen Elisabeth entdeckt

Marburg. Archäologen haben die Fundamente des mutmaßlichen Hospitals der Heiligen Elisabeth bei Ausgrabungen an der Marburger Elisabethkirche entdeckt. „Das ist ein großer Glücksfall“, sagte Grabungsleiterin Christa Meiborg bei der Vorstellung der Grabung. Bis dahin waren die Historiker davon ausgegangen, dass das Hospital beim Bau der Elisabethkirche vollständig zerstört worden sei.

Bei dem Überraschungsfund handelt es sich um ein langgestrecktes Steingebäude, das mindestens 27 Meter lang war, ein Schieferdach und eine große Halle hatte: „Das ist ein repräsentativer Hallenbau, wie er dem Typus der Hospitäler dieser Zeit entsprach“, erklärte Meiborg.

Damit muss auch die Vorstellung korrigiert werden, nach der das von Elisabeth gegründete Hospital klein, armselig sowie aus Lehm und Stroh gebaut worden sei, sagte Meiborg. Möglicherweise wurden jedoch auch Arme und Kranke in den Fachwerkhütten gepflegt, die einst in der Nähe des mutmaßlichen Hospitals standen. Um die genaue Größe des Gebäudes herauszufinden, wird noch bis zu Herbst weitergegraben. (zgc)

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Quelle: HNA

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