Frankenberg

hr3-Musikchef: "Wir sind alle Dursti-Fans"

- Frankenberg. „Wir spielen seine Single drei bis fünf Mal pro Woche“, sagt Til Hofmeister über „Durstis“ Song „Stalker“. Das könnte allerdings nach einem Studio-Besuch deutlich mehr werden, betont der Musikchef von hr3 auf Anfrage von WLZ-FZ.

Schon seit „Durstis“ Auftritten bei der Casting-Show „Unser Star für Oslo“ im Frühjahr würde hr3 den Altenlotheimer gerne in einer Live-Sendung zu Gast haben. Til Hofmeister hat die Coproduktion von ProSieben und ARD für den hessischen Rundfunk begleitet und war von Anfang an begeistert von Christian Durstewitz. „Wir bei hr3 sind alle große Dursti-Fans“, sagt der Musikchef.

Dass die in der vorigen Woche veröffentlichte Single „Stalker“ bislang nur selten bei der Rock- und Popwelle des Hessischen Rundfunks zu hören ist, liege daran, dass es bislang zu keinem Studiobesuch gekommen ist – das gibt Hofmeister ganz offen zu. Denn bei hr3 verfolge man das Ziel, rund um die Musik herum auch Inhalt zu bieten.

„Dursti ist ja sehr lebendig, er würde im Studio bestimmt viel Wind machen“, ist sich der Musikchef sicher. Auszüge aus einem eventuellen Live-Auftritt bei hr3 könnten dann immer wieder ins Programm eingestreut werden. Was den Studiobesuch angeht, sei hr3 übrigens sehr spontan: „Wenn Christian uns heute anruft, kann er innerhalb von wenigen Tagen unser Studiogast sein.“

Grundsätzlich sei „Stalker“ ein sehr guter Song, bescheinigt Hofmeister. „Allerdings hätte ich mir eine etwas rauere Produktion gewünscht. Live war das irgendwie knackiger“, bezieht sich der hr3-Musikchef auf „Durstis“ Auftritt bei „Unser Star für Oslo“, wo er den Song bereits mit Band gespielt hatte. Das komplette Album, das nächste Woche erscheint, findet Hofmeister „super“. Es seien mehrere Titel darauf enthalten, die aus seiner Sicht fürs Radio tauglich sind. „Der Typ ist uns bei hr3 sogar noch sympathischer als Lena Meyer-Landrut. Er hat uns im Herzen und im Bauch mitgenommen“, sagt Hofmeister geradezu schwärmerisch. Er hoffe, dass andere Radiostationen „Dursti“ genauso gut finden.

Beim Blick in ein Computerprogramm, das das Musikprogramm der deutschen Radiostationen auswertet, stellt Hofmeister allerdings fest: Bislang werde „Durstis“ Single erst von wenigen Sendern gespielt. Das Wichtigste sei für einen noch vergleichsweise unbekannten Künstler wie Christian Durstewitz jetzt eine Konzerttournee, ist sich der Radiomacher sicher. „Das ist einfach unverzichtbar.“

Bekannt ist derzeit allerdings nur ein einziger Auftritt – und der ist zur Freude der heimischen „Dursti“-Fans in Frankenberg. Im Irish Pub „Klimperkasten“ stellt das Ausnahmetalent aus Altenlotheim am Samstag Abend gemeinsam mit seiner Band „Anybody“ sein Debütalbum vor.

Den Einstieg in die offiziellen Single-Charts hat „Durstis“ Single „Stalker“ in der ersten Woche nach der Veröffentlichung indessen verpasst. Bei den Verkäufen über Download-Portale im Internet sieht es besser aus: Mit iTunes listete ein führender Anbieter den Song gestern Mittag auf Platz 29 der internen Hitliste. Der Internetdienst oljo.de hat im Zeitraum vom vorigen Freitag bis zum Mittwoch eine Download-Hitliste erstellt, in der „Stalker“ Platz 66 erreicht. Dazu erklärt der Anbieter von Hitlisten, dass diese Platzierung für den Neueinstieg gut sei – und auch für die nächste Woche sei eine positive Tendenz bereits jetzt zu erkennen.

Für „Klimperkasten“-Wirt Herbert Salzmann ist es so oder so eine kleine Sensation, dass er einen aus Radio und Fernsehen bekannten Musiker zu Gast hat, der dazu auch noch just in diesen Tagen sein erstes Album herausbringt. Für das Konzert am Samstag Abend rechnet Salzmann mit einem „vollen Haus“.

Das Konzert mit Christian Durstewitz und seiner Band „Anybody“ im „Klimperkasten“ beginnt um 21 Uhr. Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintritt kostet 4,50 Euro, Schüler und Studenten mit entsprechendem Ausweis zahlen nur drei Euro.

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